Kaarst. Immer noch sucht die Polizei nach der Kaarsterin Bärbel A. "Leider hat die Öffentlichkeitsfahndung nach der 59-Jährigen in Thüringen, Süddeutschland und in der hiesigen Region keine neuen Hinweise aus der Bevölkerung gegeben", sagt der Düsseldorfer Staatsanwalt Christoph Kumpa.

Die Presseberichte in der Schweiz und Südfrankreich hätten den Ermittlern keine neue Erkenntnisse gebracht. "Die Aussage eines Hotelangestellten in Stuttgart, der die 59-Jährige gesehen haben will, konnten wir nicht durch weitere Zeugenaussagen erhärten", sagt Kumpa.

Es habe zudem keine Hinweise auf eine Leiche gegeben, die auf die Vermisste hätten zutreffen können. Jetzt hoffen die Ermittler, dass sich durch die Trockenheit und die anschließenden Regenfälle die Wasserstände verändern. "Dadurch könnte eine Leiche sichtbar werden", sagt Kumpa.

Der Ehemann der Vermissten schweige weiterhin. "Ein Durchbruch in dem Fall ist leider nicht absehbar", sagt der Staatsanwalt. Bärbel A. war Anfang Mai verschwunden. Erst hatte ihr Ehemann behauptet sie sei Opfer eines Überfalls in Südfrankreich geworden.

Dann hatte er die Aussage nach einer Vernehmung durch französische Ermittler widerrufen und behauptet, seine Frau habe im Rhein Selbstmord begannen. Gegen den Ehemann wird weiterhin aufgrund eines möglichen Tötungsverbrechens ermittelt.

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