Seit drei Monaten wartet der Landrat auf einen Brief aus Düsseldorf.

Dormagen. Hans-Jürgen Petrauschke hat sich Mühe gegeben. Auf knapp anderthalb Seiten hat er die guten Gründe zusammengeschrieben, die dafür sprechen, dass der Autobahnanschluss Delrath möglichst bald kommen soll, weil er einfach dringend benötigt wird. Adressatin seines Schreibens war Anne Lütkes, aufgeschrieben hat er seine Gedanken am 16. November vergangenen Jahres.

Drei Monate später wartet der Landrat des Rhein-Kreises Neuss noch immer auf eine Antwort, wie die Mitglieder des Nahverkehrs- und Straßenbauausschusses in dieser Woche erfuhren.

Was man als mangelnde Höflichkeit auslegen könnte, ist für die Regierungspräsidentin ganz einfach: „Weil es derzeit keinen neuen Sachstand gibt, haben wir in diesem Fall von einem Antwortschreiben abgesehen“, heißt es aus der Pressestelle der Bezirksregierung. Die Düsseldorfer kündigen an: „Es ist geplant, ein Treffen von Vertretern der Bezirksregierung mit dem Landrat und den beteiligten Landtagsabgeordneten zu veranstalten.“

Petrauschke reagiert gelassen. Er sagt nur: „Es wäre wünschenswert, wenn die Bezirksregierung parallel schon mal alles vorbereiten würde, damit das Verfahren gestartet werden kann, wenn das Verkehrsgutachten vorliegt.“ Aber genau das geschehe nicht, so der Landrat.

Der Anschluss wird laut Lierenfeld genehmigt

Zwar kämpft Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld beim Thema Anschluss Delrath an der Seite von Petrauschke, aber jetzt stärkt er Lütkes den Rücken: „Es liegt nicht an der Bezirksregierung. Der Rhein-Kreis hat zuvor das Verfahren verschleppt. Ohne die Stadt Dormagen hätte es bei diesem Thema keine Bewegung gegeben.“ Lierenfeld ist überzeugt, dass der Autobahnanschluss „genehmigt wird, wenn die Gutachten vorliegen“.

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