Am Berghäuschensweg werden 100 neue Plätze geschaffen.

Neuss. Seit Jahresbeginn finden Zuweisungen von Asylbewerben auch in Neuss nur aus Gründen der Haushaltsgemeinschaft oder als Asylfolgeanträge statt. Zudem ist die Aufnahmeverpflichtung um die Zahl der 200 angerechneten Plätze im ehemaligen St. Alexius-Krankenhaus vermindert. Dennoch bereitet sich die Stadt auf die Aufnahme weiterer Asylbewerber und Flüchtlinge vor.

Sozialdezernent Stefan Hahn erklärte im Sozialausschuss, dass weitere Unterbringungskapazitäten benötigt werden. „Der Großteil der Asylbewerber bleibt nicht sehr lange. Aber wir brauchen weitere Wohngebäude, die in Schnellbauweise errichtet werden können. Dabei wird natürlich gewährleistet, dass die Wohnbedingungen auch entsprechend sind.“

Geplant ist, am Standort Berghäuschensweg 94 eine Containeranlage zu errichten, die ab Jahresende 100 Menschen Platz bietet. „Das ist unbefriedigend“, sagte Susanne Benary-Höck von den Grünen. Über sechs oder sieben Jahre werde es massiv an Wohnraum für Asylbewerber fehlen, erläuterte sie und äußerte damit den Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit. Der Mietvertrag für die Unterkunft an der Hülchrather Straße 35 endet indes am 31. Oktober, da das Gebäude im Anschluss abgerissen werden soll.

Hahn erklärte, dass es schwierig sei, Grundstücke zu finden. Für 2014 wird mit einem Anstieg bei den Asylbewerberzahlen gerechnet, ebenso mit weiteren Kriegsflüchtlingen aus Syrien. tke

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