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Guido Assmann wurde in Kölns Domkapitel aufgenommen.

Guido Assmann wurde in Kölns Domkapitel aufgenommen.

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Guido Assmann wurde in Kölns Domkapitel aufgenommen.

Neuss. Der Aufstieg in der Kirchenhierarchie des Erzbistums hat eine Farbe: Lila. Eine Soutane in dieser Farbe darf Monsignore Guido Assmann, seit 2007 Oberpfarrer an St. Quirin und Kreisdechant im Rhein-Kreis, künftig in der Liturgie tragen. Sie drückt seine Stellung als nichtresidierender Domkapitular aus, zu dem Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki den 52-jährigen Neusser ernannt hat. Neben Domdechant Robert Kleine ist Assmann künftig der zweite Neusser in dem 16-köpfigen Domkapitel, dessen vornehmste Aufgabe es ist, im Fall einer Sedisvakanz den neuen Erzbischof zu wählen. Damit aber rechnet Assmann nicht so bald.

Im Domkapitel waren zuletzt zwei Positionen unbesetzt. Für die, die nun Monsignore Assmann bekleidet, hat der Erzbischof das Vorschlagsrecht, die andere Stelle wird auf Vorschlag des Domkapitels besetzt. Beim Treffen der leitenden Pfarrer des Bistums vergangene Woche in Bensberg weihte Woelki Assmann in seine Pläne ein. Der begreift die Ernennung als Auszeichnung. Der letzte Oberpfarrer, der auch dem Domkapitel angehörte, war Hugo Liedmann (1879-1963).

Als Domkapitular trägt Assmann neben der lila-farbenen Soutane auch eine Kette mit einem Stern – dem Symbol für die im Erzbistum besonder verehrten Heiligen drei Könige. In deren Kirche, dem Hohen Dom zu Köln, wird Assmann am Sonntag, 2. April, von Domprobst Prälat Gerd Radner in sein Amt eingeführt. Dies geschieht im sogenannten Kapitelsamt um 10 Uhr, das immer von einem Mitglied des Domkapitels gestaltet wird. In der Messe zu seiner Aufnahme in dieses Gremium wird Assmann predigen.

Der Oberpfarrer ist einer von vier nichtresidierenden – also nicht in Köln lebenden – Mitgliedern des Domkapitels. Anders als die residierenden Domherren ist er nicht mit Führungsaufgaben im Erzbistum „belastet“. -nau

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