Im zweiten Quartal des kommenden Jahres soll die Feuerwehr in ihr neues Gerätehaus in Büttgen umziehen.

Büttgen. Es ist Bewegung auf dem Außengelände des Hallenbades: Bagger buddeln, Arbeiter richten emsig eine Baustelle ein. Bald soll dort das neue Feuerwehrgerätehaus stehen. Eine lange währende Geschichte scheint sich damit ihrem Ende zu nähern.

Schon 2011 hatte ein Gutachten ergeben, dass sich die Sanierung des aus dem Jahr 1955 stammenden Gerätehauses an der Driescher Straße nicht lohnen würde. Erhebliche Mängel in Substanz und Technik hatten dagegen gesprochen. Drei Jahre später hatten sich Politik und Verwaltung nach Prüfung verschiedener Standorte in Büttgen und Driesch auf einen Neubau auf dem Gelände des Miniaturgolfvereins am Büttgener Schwimmbad geeinigt.

„Derzeit laufen die Ausschachtungs- arbeiten. Die offizielle Grundsteinlegung ist für Ende Mai geplant.“

Peter Böttner, Stadtsprecher

2015 wurde das Raumkonzept vorgestellt. Im September 2016 hatte die Stadt dann den Neubau des Feuerwehrgerätehauses ausgeschrieben. Weil der Haushalt für 2017 nicht verabschiedet wurde, geriet das Projekt ins Stocken. Im März dieses Jahres gab der Haupt- und Finanzausschuss schließlich grünes Licht für den Neubau in Büttgen.

Nun soll das Gerätehaus wachsen. „Derzeit laufen die Ausschachtungsarbeiten. Mitte Mai soll mit dem Rohbau begonnen werden. Die offizielle Grundsteinlegung ist für Ende Mai geplant“, erläutert Stadtsprecher Peter Böttner. Rund ein halbes Jahr seien die Arbeiter mit dem Rohbau des insgesamt rund 4,5 Millionen Euro teuren Feuerwehrhauses beschäftigt. „Im Herbst soll dann der Innenausbau starten“, sagt Böttner.

Nach seiner Fertigstellung soll das Gebäude in einer Fahrzeughalle acht Stellplätze bieten, außerdem eine Waschhalle, einen rund 60 Quadratmeter großen Schulungsraum, Lager und Umkleiden, sanitäre Anlagen und Küche sowie einen Technikbereich.

Wie das alte Haus in Zukunft genutzt wird, ist noch offen

Das dürfte die Büttgener Feuerwehrleute freuen. Denn sie müssen derzeit eng zusammenrücken. Ihr altes Gerätehaus platzt aus allen Nähten. Und weil bei dessen Errichtung vor 62 Jahren offenbar niemand davon ausging, dass es einmal weibliche Mitglieder geben könnte, müssen sich die Frauen und Mädchen der Jugendfeuerwehr in einem Übersee-Container umkleiden. Mit dem neuen Haus wird diese Behelfslösung ein Ende haben.

Was mit dem aktuell noch genutzten Gerätehaus nach dem für das zweite Quartal 2018 geplanten Umzug der Feuerwehr passieren wird, ist derzeit noch unklar. „Es gibt verschiedene Interessenten für eine Nachnutzung, zu denen auch die DLRG und der Schwimmverein gehören. Aber noch ist alles offen“, sagt Stadtsprecher Peter Böttner.

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