Zum ersten Mal in der mehr als 715 Jahre alten Tradition des Latourhofes dürfen die Besucher selbst Äpfel pflücken, allerdings nicht von allen Bäumen, denn manche Äpfel reifen erst in den nächsten Wochen.

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Apfelpflücken macht Spaß: Damit die Besucher nicht so schwer zu schleppen haben, werden vom Hof Schubkarren zur Verfügung gestellt.

Apfelpflücken macht Spaß: Damit die Besucher nicht so schwer zu schleppen haben, werden vom Hof Schubkarren zur Verfügung gestellt.

Barbara Ochs

Apfelpflücken macht Spaß: Damit die Besucher nicht so schwer zu schleppen haben, werden vom Hof Schubkarren zur Verfügung gestellt.

Dormagen. "15 Kilo haben wir gepflückt, das ging ganz schnell!" Der fünfjährige Luis ist zwar etwas verschwitzt, aber stolz auf eine Schubkarre voller praller Äpfel. Zusammen mit seinen fünf- und siebenjährigen Freunden Paul, Anna und Luke hat er den ganzen Nachmittag auf dem Latourshof verbracht.

An 15.000 Apfelbäumen hängen jeweils 200 bis 250 Äpfel

Zwischen unzähligen Reihen niedriger Apfelbäume dürfen sie herumlaufen und von den Bäumen pflücken, was schon reif ist. In nicht mal einer halben Stunde haben die kleinen Helfer 15 Kilo von den Bäumen gepflückt - ein ordentliches Ergebnis.

Zum ersten Mal in der mehr als 715 Jahre alten Tradition des Latourhofes dürfen die Besucher selbst Äpfel pflücken, allerdings nicht von allen Bäumen, denn manche Äpfel reifen erst in den nächsten Wochen.

"Wir haben etwa 15 Sorten, die unterschiedliche Erntezeitpunkte haben", erklärt Max-Peter Busch vom Latourshof. An 15.000 Apfelbäumen hängen jeweils 200 bis 250 Äpfel, bück- und reckfreundlich von Knie- bis knapp über Kopfhöhe.

Damit die Pflückgäste auf der zehn Hektar großen Apfelplantage nicht allzu schwer zu tragen haben, bekommen sie für große Mengen Schubkarren zur Verfügung gestellt und jeden Samstag fährt der "Apfel-Express", eine kleine Bimmelbahn, über das Gelände. Noch hängen allerdings die vorderen Reihen nahe am Hof voll, so dass Rike Cyran aus Erkrath und Barbara Wallrafen aus Himmelgeist nicht weit laufen müssen, um ihre Ernte einzuholen.

Nicht nur für ihre Kinder, sondern auch für die beiden Frauen hatte das Apfelselbstpflücken auf dem Land Eventcharakter. "Anstrengend und ungewohnt ist es schon, aber ich freue mich, die Äpfel an Freunde und Verwandte zu verteilen, Kuchen zu backen, Kompott zu kochen und so weiter", sagt Rike Cyran. Für sie ist es besonders wichtig, dass die Äpfel direkt vom Baum gegessen werden können. "Ich habe Allergien und reagiere deshalb sehr empfindlich auf Spritzmittel", sagt die Düsseldorferin.

Für Barbara Wallrafen ist es wichtig, ihren Kindern zu zeigen, dass Äpfel nicht im Supermarktregal, sondern auf dem Baum wachsen. Und die Kinder wissen jetzt auch schon, wie das Pflücken richtig geht: "Man muss den Apfel drehen, nicht ziehen!"

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