Das Gebäude aus den 1960er Jahren wird zugunsten eines Neubaus Ende Februar abgerissen.

Manfred Wosnitza, Friedel Geuenich, Lothar Zimmermann und Marlies Jünger (v.l.) beginnen mit der Demontage der Dinge, die vor der Abrissbirne gerettet werden sollen.
Manfred Wosnitza, Friedel Geuenich, Lothar Zimmermann und Marlies Jünger (v.l.) beginnen mit der Demontage der Dinge, die vor der Abrissbirne gerettet werden sollen.

Manfred Wosnitza, Friedel Geuenich, Lothar Zimmermann und Marlies Jünger (v.l.) beginnen mit der Demontage der Dinge, die vor der Abrissbirne gerettet werden sollen.

Lothar Berns

Manfred Wosnitza, Friedel Geuenich, Lothar Zimmermann und Marlies Jünger (v.l.) beginnen mit der Demontage der Dinge, die vor der Abrissbirne gerettet werden sollen.

Grevenbroich. Die Tage des TuS-Heims am Schlossstadion sind gezählt: Bis zum 28. Februar muss alles geräumt sein, dann wird das in den Sechzigern errichtete Sportlerdomizil zugunsten eines Neubaus abgerissen. Innerhalb eines Jahres soll im historischen Umfeld ein modernes Gebäude entstehen – mit geräumigen Umkleiden und Sanitäranlagen. Auch die nebenan liegende Turnhalle wird bei dieser Gelegenheit auf Vordermann gebracht.

„Wir sind froh, dass es bald losgeht – auf diesen Termin haben wir lange gewartet“, sagt Friedel Geuenich. Doch trotz aller Freude blickt der sonst so gelassen wirkende Fußballchef mit etwas Unruhe auf die Ende Februar anstehende Räumung. Denn bevor die Bagger kommen, müssen noch einige Probleme gelöst werden, damit der Vereinsbetrieb reibungslos weitergehen kann.

Ab dem 1. März fehlt Wasser für das Trikotwaschen

Zu den dicken Brocken zählt etwa der große Tank für die Sprinkleranlage, der in den „Katakomben“ des TuS-Heims steht und über den der neue Hybridrasen getränkt wird. „Der Keller wird abgerissen, der Tank muss vorher weg“, sagt Geuenich: „Und wir haben noch keine Ahnung, wie unser Spielfeld ab dem nächsten Frühling bewässert werden soll.“ Die Stadt habe ihre Unterstützung zugesagt, bis spätestens Mai muss eine Lösung für dieses Problem gefunden werden.

Auch was die Trikotwäsche betrifft, sind die TuS-Verantwortlichen noch ratlos. Denn die „Waschküche“ im Keller ihres Domizils muss ebenfalls bald geräumt werden. „Wir dürfen sie in den ehemaligen Gebäuden der Wirtschaftsbetriebe am Flutgraben unterbringen“, berichtet Geuenich: „Doch die eignen sich kaum dafür. Zwar gibt es dort Strom, aber weder Heizung noch fließendes Wasser.“ Der TuS überlegt nun, die Trikotwäsche in private Hände zu geben.

Nachbarschaftshilfe des Turnklubs wird gelobt

Friedel Geuenichs größte Sorge ist aber, dass das normale Vereinsleben während der langen Bauphase zum Erliegen kommen könnte. „Fällt das TuS-Heim weg, haben wir keine Möglichkeit mehr, uns zu treffen“, sagt der Fußballchef. Er hat daher Kontakt mit Heinrich Urbanczyk vom Schloss-Restaurant „Evita“ aufgenommen, der dem Verein einen Versammlungsraum zur Verfügung stellen möchte.

Während des Neubaus werden die Umkleiden in die Turnhalle verlegt. Norbert Steffen vom Turnklub Grevenbroich hat darüber hinaus einige Räume des TK-Heims zur Verfügung gestellt, in denen sich die Schiedsrichter umziehen und duschen können. „Das ist eine tolle Nachbarschaftshilfe“, freut sich Geuenich. Die „Geschäftsstelle“ des Vereins wird vorübergehend in eine ehemalige Hausmeisterwohnung neben der Turnhalle verlegt. Ob dorthin auch die Technik für die Flutlichtschaltung und die Lautsprecheranlage verlegt werden kann, ist noch unklar. „Auch das Problem muss noch gelöst werden“, sagt der Fußballchef.

Und wer weiß, was sich noch alles im Boden verbirgt? Ab dem 1. März werden die Bagger daher nicht nur abreißen, sondern gleichzeitig auch ausschachten. „So können die Archäologen schnell beginnen, falls dort historische Funde gemacht werden sollten“, sagt Geuenich.

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