Das Kreuz West soll ausgebaut werden, die Auffahrt nach Köln wegfallen.

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Das Kreuz Neuss-West (hier von der A57 aus) soll weiter ausgebaut werden.

Das Kreuz Neuss-West (hier von der A57 aus) soll weiter ausgebaut werden.

Stefan Büntig

Das Kreuz Neuss-West (hier von der A57 aus) soll weiter ausgebaut werden.

Neuss. Das staugeplagte Autobahnkreuz Neuss-West soll durch einen erneuten Ausbau entlastet werden. Um den Platz dafür zu schaffen, plant Straßen NRW an dieser Stelle künftig, die Auffahrt auf die A57 in Fahrtrichtung Köln wegfallen zu lassen, das teilte am Dienstag Jochen van Bebber, Leiter der Projektgruppe Bundesautobahn auf Anfrage der WZ mit.

Bedeutet das noch mehr Andrang im morgendlichen Berufsverkehr an den verbleibenden Autobahnauffahrten? Laut van Bebber wird der Wegfall kein Problem darstellen. Er hat dazu passende Zahlen parat: „In den Spitzenzeiten fahren am Kreuz Neuss-West 150 bis 180 Fahrzeuge Richtung Köln auf. Zum Vergleich: In Reuschenberg sind das bis zu 1500.“

Daher gehen die Planer im Falle des Wegfalls der Auffahrt lediglich von einer Mehrbelastung von rund fünf Prozent an den anderen Autobahnzuwegen aus. „Das macht den Braten dann auch nicht mehr fett“, sagt der Projektgruppen-Leiter.

Der erneute Wunsch, die Fahrbahn der A57 am Kreuz Neuss-West dreispurig werden zu lassen, dürfte viele Autofahrer verwundern. Schließlich wurde der Abschnitt erst 2008 nach anfänglicher Dreispurigkeit auf zwei Fahrbahnen heruntergesetzt. Diese Maßnahme war dem morgendlichen Rückstau auf der A46 geschuldet. Um das Problem in den Griff zu bekommen, baute Straßen NRW die Zufahrtspur auf die A57 in Richtung Köln zweispurig aus – auf Kosten einer regulären Fahrbahn.

Doch eigentlich, das zeige das zu erwartende Verkehrsaufkommen, brauche man künftig sowohl die zweispurige Auffahrt als auch die dreispurige A57 an dieser Stelle, so van Bebber.

Um so in die Breite bauen zu können, müsse dann allerdings die Auffahrt Jülicher Landstraße in Richtung Köln verschwinden. Jochen van Bebber erklärt: „Die ist jetzt schon sehr kurz. Bei einer weiteren Reduzierung könnten wir die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleisten.“

Noch haben die Planungen den Status eines Vorentwurfs und sollen dem Bund im zweiten Quartal dieses Jahres vorgelegt werden. Früher als 2014 werde der Ausbau laut van Bebber daher nicht beginnen können.

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