Die Jungen und Mädchen sind am Wochenende unterwegs.

Am kommenden Wochenende ziehen die Sternsinger wieder von Tür zur Tür in Grefrath und Umgebung.
Am kommenden Wochenende ziehen die Sternsinger wieder von Tür zur Tür in Grefrath und Umgebung.

Am kommenden Wochenende ziehen die Sternsinger wieder von Tür zur Tür in Grefrath und Umgebung.

Andreas Woitschützke

Am kommenden Wochenende ziehen die Sternsinger wieder von Tür zur Tür in Grefrath und Umgebung.

Grefrath. Die zehnjährige Aweet aus Kenia muss jeden Tag zwei Mal eine halbe Stunde zur Wasserquelle laufen. Für die Sternsinger aus Grefrath ist das kaum vorstellbar. Wenn sie Wasser benötigen, müssen sie lediglich den Hahn aufdrehen. In gemeinsamen Gruppenstunden haben die insgesamt 70 Sternsinger alles über ihr diesjähriges Motto „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ gelernt.

In diesem Jahr geht es um den Klimawandel und die Folgen

Denn Sternsinger sein, bedeutet mehr, als nur den Segenspruch „20* C+M+B+17“ an jedes Haus zu schreiben. Die Kinder sollen vor allem verstehen, wofür sie genau durch die Kälte ziehen. Dafür laufen seit November die Vorbereitungen für den Aussendungsgottesdienst und der anschließenden Sammelaktion. Am Martinstag wurde mit einer großen Schatzsuche die Aktion eingeleitet. „Mit der Rallye haben die Kinder ein tolles Gemeinschaftsgefühl entwickelt“, sagt Anne-Christa Krüger, die nun im zweiten Jahr die Sternsinger-Aktion koordiniert.

Das vom Kindermissionswerk vorgegebene Motto soll auf die Auswirkungen des Klimawandels am Beispielland Kenia hinweisen. In verschiedenen Projekten veranschaulichten die Gruppenleiter, wie wenig Wasser Kindern wie Aweet zur Verfügung stehen. „Das Ganze ist sehr kindegerecht aufgearbeitet worden“, sagt Kaplan Akplogan, der die Gruppenstunde begleitet hat.

Die Grefrather sammelten im vergangenen Jahr 10 000 Euro

Beim letzten Treffen wurden die Kostüme ausgeteilt. „Einige haben seit Jahren ihr Lieblingskostüm“, sagt Christine Looschfelder, die als Musiklehrerin seit Jahren mit den Kindern die Lieder einstudiert. Dass die vielen kleinen Könige alle ein passendes Kostüm haben, ist vor allem Gisela Taube zu verdanken, sagt Krüger. Seit zwei Jahren kümmere sie sich um den großen Fundus an Gewändern, repariert alte Kostüme und schneidert Neue.

In ihren bunten Outfits konnten die Sternsinger im vergangenen Jahr rund 10 000 Euro sammeln. Eine Rekordsumme für die kleine Gemeinde, auf die Krüger sehr stolz ist. „Die meisten freuen sich jedes Jahr auf die Sternsinger“, sagt Krüger.

Gesammelt wird jedoch nicht nur in Grefrath. Auch die umliegenden Dörfer decken die Sternsinger ab. „Die Kinder sind echte Leistungsträger“, sagt Marion Rothausen, die seit vielen Jahren die Aktion mitbetreut.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer