Das Prinzenpaar stattete der WZ-Redaktion einen Besuch ab.

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Prinz Toni II. und Novesia Annelie mit Gefolge in der WZ-Redaktion am Markt.

Prinz Toni II. und Novesia Annelie mit Gefolge in der WZ-Redaktion am Markt.

Stefan Büntig

Prinz Toni II. und Novesia Annelie mit Gefolge in der WZ-Redaktion am Markt.

Neuss. Sie eilen von Termin zu Termin, eine Grippe im Anflug kurieren sie an einem Tag aus, und für den geselligen Abend mit ihrem Kegelclub „Poltergeister“ bleibt erst recht keine Zeit. Das macht rein gar nichts, beteuern Novesia Annelie I. und Prinz Toni II. – die heiße Phase des Karnevals sei doch ohnehin viel zu schnell vorbei. Mit Prinzenführer Dieter Hahn und Gefolge präsentierten sich die Neusser Tollitäten am Dienstag bestens gelaunt in der WZ-Redaktion am Markt.

Zuvor ging’s schon beim Polizeiempfang hoch her, später stand noch ein Besuch im Altenheim an. Mehr als 240 Termine sind für die Regenten Pflicht. Für das jecke Ehepaar eher eine Kür: „Es macht einfach Spaß. Die leuchtenden Augen der Leute – das ist der schönste Lohn“, freut sich Novesia Annelie. „Wir wussten, dass es kurz und knackig wird“, fügt der Prinz an. Singen oder Tanzen ist nicht ihre Sache, „einfach ein bisschen Freude schenken“. Sie genießen die schönen Momente, die das Tollitätendasein mit sich bringe. „Es ist unbeschreiblich, wie die Kinder mitgehen“, schwärmt Annelie I. von einem Besuch im Kindergarten Blaues Haus. Das Prinzenpaar sammelt Geld für die Hospize in Neuss und Kaarst.

Die Tage sind lang, die Dienstkleidung legen sie nur kurz ab – dabei nervt die wippende Fasanenfeder an der Prinzenkappe auch schon mal ein bisschen. „Da muss ich öfter den Kopf einziehen“, lacht Prinz Toni, der im Gegensatz zu seiner Frau ein Ur-Nüsser aus dem Stadionviertel ist.

Annelie Weber-Debre stammt aus Krefeld und ist „Rucksack-Neusserin“. Von klein auf ist sie mit dem Karneval vertraut. Die Verlegenheitspause auf die Frage „Krefeld oder Nüss?“ dauert auch nur einen Tick zu lang: „Neuss“, sagt sie bestimmt. „Noch 2009 hätte ich mir niemals träumen lassen, dass ich mal Novesia werde“, erzählt sie. Der Karnevalsverein NCC Fidelitas ihres Mannes habe sie herzlich aufgenommen.

35 Mitglieder zählt der NCC, der sich selbst der gemütlichste Karnevalsverein im Kreis nennt. Der Verein existiert närrische 6 x 11 Jahre. Der 63-Jährige ist seit jecken elf Jahren aktiv. Über seine Kinder kam Weber zum Verein und weist seitdem alle Symptome des Winterbrauchtums auf. Immerhin: 2012 marschierte er erstmals bei den Gildeknaben mit.

Jetzt müssen die Tollitäten weiter, der Prinzenführer drängelt. Für die Redaktion gibt’s Orden, Bützchen und natürlich ein schnelles Ons Nüss Helau!

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