Zudem mussten hauptamtliche Kräfte und die Freiwillige Feuerwehr in 676 Fällen technische Hilfe leisten.

Bei einem Dachstuhlbrand am 22. Dezember in Wevelinghoven waren zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.
Bei einem Dachstuhlbrand am 22. Dezember in Wevelinghoven waren zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.

Bei einem Dachstuhlbrand am 22. Dezember in Wevelinghoven waren zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.

Staniek

Bei einem Dachstuhlbrand am 22. Dezember in Wevelinghoven waren zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz.

Grevenbroich. Das abgelaufene Jahr war für die Feuerwehr Grevenbroich ein recht durchschnittliches. Größere Ereignisse wie Sturm „Ela“ habe es 2016 nicht gegeben, berichtet Feuerwehrchef Udo Lennartz. Insgesamt gab es 220 Einsätze wegen Bränden und 676 Fälle von technischer Hilfeleistung.

Auffällig bei den größeren Einsätzen: „Das Jahr hat mit einem Dachstuhlbrand in Kapellen begonnen und mit einem Dachstuhlbrand in Wevelinghoven geendet“, so Lennartz. Die hauptamtlichen Kräfte wurden insgesamt 804 Mal alarmiert, die meisten Einsätze der freiwilligen Kräfte gab es für die Einheiten Stadtmitte (159), Gustorf (88) und Wevelinghoven (79). Verletzt wurde bei den Einsätzen glücklicherweise niemand aus den Reihen der Feuerwehrleute.

„Die letzten vier Jahre ist die Anzahl der Mitglieder fast gleichbleibend.“

Udo Lennartz, Feuerwehrchef

Unter die Brandeinsätze fallen Ereignisse vom angebrannten Essen auf dem Herd bis zum Großbrand, erläutert der Feuerwehr-Chef. Den Löwenanteil machten 2016 Kleinbrände aus, mit 74 Fällen der Kategorie A und 42 Fällen der Kategorie B. Lennartz rechnet damit, dass sich durch die Pflicht, Rauchmelder zu installieren, die Zahl der Einsätze künftig erhöhen könnte – und auch die der Fehlalarme. „Man kann aber lieber mal umsonst rausfahren, als dass ein Brand zu spät erkannt wird“, sagt der Feuerwehrchef.

Bei den technischen Hilfeleistungen geht es häufig um die Beseitigung von Ölspuren, aber auch Einsätze mit Tieren in Notlage kamen 2016 oft vor. Weitere Einsatzfelder, die häufiger vertreten waren, waren Verkehrsunfälle, Wasserschäden und Sturmschäden. In den vergangenen Jahren macht Lennartz eine Tendenz zu mehr Einsätzen aus dem Bereich technische Hilfeleistungen aus. „Die Leute die anrufen, machen sich Gedanken“, sagt er. Im Vergleich zu Großstädten seien „die Menschen hier aufmerksamer, was ihre Mitmenschen angeht“. So werde beispielsweise schneller einmal nachgeforscht, wenn bei einer älteren Dame zwei Tage lang die Rollläden unten bleiben. Diese Aufmerksamkeit erstrecke sich auch auf Tiere. Außerdem beobachte er eine Zunahme bei den Unwetterlagen, sagt Lennartz.

Insgesamt gibt es in Grevenbroich 378 Mitglieder der Feuerwehr. 49 davon sind hauptamtliche Feuerwehrleute, hinzu kommen 206 aktive Ehrenamtler, darunter sechs Frauen, 38 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, darunter sechs Mädchen, sowie 85 Angehörige der Ehrenabteilung. „Die letzten vier Jahre ist die Anzahl der Mitglieder fast gleichbleibend“, sagt Lennartz. Mal gingen Leute, dann kämen wieder neue dazu. Dennoch müsse sich auch die Feuerwehr Grevenbroich Gedanken zum Thema Nachwuchs machen. Der Altersschnitt der Ehrenamtler liegt bei etwa 38 Jahren, der der Hauptamtler bei etwa 40 Jahren. In den nächsten zehn Jahren müsse geschaut werden, wie es weitergeht. „Früher haben die Leute im Ort gearbeitet“, zeigt Lennartz eines der Probleme auf. Dies sei heute oft nicht mehr der Fall. Mit den Betrieben gebe es aber meist keine Probleme, wenn Kräfte zum Einsatz müssten.

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