Heute wird ein neuer Regent ermittelt.

Reuschenberg. „Der Kalender-Tag der Einfachheit“, wie der Präsident des Bürger-Schützen-Vereins, Hardi Nottinger, zur gestrigen Begrüßung der Ehrengäste herausgefunden hatte, habe auch für die Schützen eine Bedeutung: „Einfach feiern. Mit althergebrachten Traditionen und viel Freude.“ Dass dieses keine leeren Worte sind, zeigten die ersten Tage des Schützenfestes in Reuschenberg mit Zapfenstreich und Festgottesdienst, in dem Pfarrerin Beate Müsken in St. Elisabeth daran erinnerte, füreinander einzustehen. Als Symbol für diese Gemeinschaft wurde in diesem Rahmen eine neue Schwenkfahne des Hubertus-Zuges „Von allem e beske weld“ von Kaplan Zbigniew Cieslak geweiht.

Heute findet das Pfänder- und Königsschießen statt

Und dann ging mit der großen Königsparade mit 1000 Schützen und Musikern für das Schützenkönigspaar Ernst-Günter und Michaela Schröder ein Jahr voller Höhepunkte zu Ende. Denn bereits heute wird mit dem Pfänder- und Königsschießen ein neuer Regent ermittelt. Präsident Hardi Nottinger tritt an, möchte sich und seiner Frau Tanja damit einen langgehegten Traum erfüllen, der mit der Krönung morgen beginnt.

Doch zunächst einmal zeigte das Regiment am Sonntag bei der Königsparade seine Stärken. Angeführt von Oberst Volker Pauly und Adjutant Andreas Roszak boten die Regimentsbläser, die prachtvollen Blumenhörner und die akrobatischen Einlagen der Fahnenschwenker ein wunderbares Bild. Ernst-Günter und Michaela Schröder haben die letzte Parade ihrer Amtszeit genossen. „Wir hatten ein super Jahr, es war eine schöne Gemeinschaft.“ Politik und Heimatliebe kennzeichneten die Großfackeln beim Umzug am Samstag. Um Monate voraus sind etwa die „Stolzen Adler“. Mit dem Motiv „Weihnachtsmarkt Adé“ trauern sie dem Weihnachtsmarkt nach. Selbst die Artillerie stellte unter dem Motto „Volle Fahrt mit alter Kraft- Tradition wird nicht abgeschafft“ eine Großfackel. „Jeder Schuss ein Euro“ monierte „Stolzer Hirsch“, dass vielleicht bald das traditionelle Böllern bezahlt werden muss. Die „Rüscheberger Jonges“ freuen sich auf ein Rathaus ohne Qualm nach dem Weggang von Herbert Napp.

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