60 Schauspieler und Musiker traten zusammen auf.

Auf dem Weihnachtsmarkt zeigte das Ensemble bereits Auszüge aus dem Stück.
Auf dem Weihnachtsmarkt zeigte das Ensemble bereits Auszüge aus dem Stück.

Auf dem Weihnachtsmarkt zeigte das Ensemble bereits Auszüge aus dem Stück.

Georg Salzburg

Auf dem Weihnachtsmarkt zeigte das Ensemble bereits Auszüge aus dem Stück.

Kaarst. Märchenhafte Stimmung im Albert-Einstein-Forum: Am Sonntag stand das Schneewittchen-Musical von Uwe Heynitz auf dem Programm – eine aufgepeppte Version des Grimmschen Klassikers. Die Produktion der Musikschule Mark Koll in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Querbeet“ und der Jungen Sinfonie Kaarst überzeugte Kinder, Eltern und Großeltern.

Leider war die Vormittagsvorstellung nicht ganz ausverkauft. Rund 60 Schauspieler und Musiker waren vor und auf der Bühne im Einsatz – die Inszenierung war sehr aufwendig. Tamara Jäger gab noch kurz bevor sich der Vorhang öffnete letzte Anweisungen. Die Leiterin der Theatergruppe „Querbeet“ sollte während der Aufführung immer wieder als Sängerin auf sich aufmerksam machen.

Der König spielte Golf und war eher ein Weichei

Dass das alte Märchen neu inszeniert wurde, merkte man sofort: Der König (Felix Reinartz) spielte Golf, er war kein strenger Herrscher, sondern eher ein „Weichei“. Dass er Vater werden würde, schien ihn kaum zu berühren. Svenja Theisen hatte als Schneewittchens Mutter nur einen kurzen Auftritt. Das Publikum erlebte einen Zeitsprung: Schneewittchen war binnen Minuten zu einer attraktiven jungen Frau gereift, statt der leiblichen Mutter übernahm die Stiefmutter (ebenfalls Svenja Theisen) die Rolle des weiblichen Bösewichts.

Mark Koll saß mit seiner neunköpfigen Band am Keyboard. Sowohl die Band als auch die Junge Sinfonie Kaarst unter der Leitung von Christian Dellacher traten zwar optisch kaum in Erscheinung, drückten aber dem Musical dennoch unüberhörbar ihren Stempel auf.

Die Schauspieler sorgten mit peppigem Gesang dafür, dass das Traditionsmärchen flott und zeitgemäß rüberkam. „Ich krieg’ hier die Krise“, beschwerten sich die sieben Zwerge, weil Schneewittchen immer wieder auf die Stiefmutter hereinfiel, so sehr die jungen Zuschauer sie auch lautstark warnten. Doch wie es sich für ein gutes Märchen gehört, sollte es ein Happyend geben: Sie eroberte das Herz des Prinzen (Jan Ladleif), der lässig in schwarzer Lederjacke daherkam.

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