Amber Nasby und Stacie Roshon verstärken seit kurzem das Basketball-Team des Osterather TV.

Amber Nasby (l.) und Stacie Roshon wollen für einige Jahre in Deutschland bleiben.
Amber Nasby (l.) und Stacie Roshon wollen für einige Jahre in Deutschland bleiben.

Amber Nasby (l.) und Stacie Roshon wollen für einige Jahre in Deutschland bleiben.

Ingel

Amber Nasby (l.) und Stacie Roshon wollen für einige Jahre in Deutschland bleiben.

Osterath. Mit einer jungen, unerfahrenen Mannschaft startete der Basketball-Regionalligist Osterather TV in die neue Saison. Nach einem Umbruch und dem Abgang einiger Stammkräfte galt einzig der Klassenerhalt als Ziel.

Es kam wie befürchtet, zu Beginn der Rückrunde rangiert der OTV nach nur einem Sieg momentan auf einem Abstiegsplatz. Doch Besserung ist in Sicht, wie die hauchdünne Niederlage gegen Tabellenführer Neuss zuletzt gezeigt hat. Der entscheidende Grund: Gleich zwei hochtalentierte Amerikanerinnen spielen inzwischen in Osterath. Und das Duo fühlt sich nach eigener Aussage in Meerbusch pudelwohl.

"Ich habe vorher noch nie außerhalb der USA gelebt oder Basketball gespielt. Ich war einfach unglaublich neugierig und suchte eine Herausforderung", erklärt Stacie Roshon, warum sie ihre Heimat Saratoga in Kalifornien für das Abenteuer vorläufig verlassen hat. Die 25-Jährige wohnt bei einer Gastfamilie in Velbert ("Ich habe jetzt drei neue Brüder") und jobbt dort an einer Realschule, wo sie mit Kindern spielt und lernt.

Amber Nasby spielte zuletzt beim Zweitligisten Hagen, kam dort aber nicht zurecht. "Der Osterather Coach Benjamin Simon hat mich angesprochen und überzeugt, nach Osterath zu kommen", berichtet die 26-Jährige. Aufgewachsen in Minneapolis, Minnesota, lebte sie einige Jahre in Alaska und zuletzt in British Columbia in Kanada. "Nach Alaska kann mich, was Kälte betrifft, so schnell nichts mehr schocken - Osterath schon gar nicht", lacht Amber Nasby, die bei einer Familie in Willich lebt und viermal in der Woche dort mit einer Jugendmannschaft trainiert.

Die beiden Amerikanerinnen haben bisher ausschließlich gute Erfahrungen in Deutschland gesammelt. "Die Menschen sind offen und begierig, Englisch zu sprechen", erzählt Stacie Roshon. "Deutschland ist auch viel sauberer als die USA und voller Geschichte. Und ich liebe Geschichte", fügt Amber Nasby hinzu. Die deutsche Sprache sei zwar schwierig, aber beide seien wissbegierig und lernwillig und würden daher gerne noch ein paar Jahre bleiben.

Ob der OTV davon profitiert, hängt von der Entwicklung des Teams ab. "Wir wollen langfristig so hoch wie möglich spielen", spricht Stacie Roshon für ihre neue Freundin mit. "Das ist natürlich auch in Osterath denkbar. Das Team hat Potenzial, und alle wollen sich verbessern."

Zwischenmenschlich gebe es ohnehin keine Probleme. "Die Mädchen sind unheimlich nett. Wir profitieren auch voneinander. Die deutschen Spielerinnen feilen an ihrem Englisch, wir verbessern unser Deutsch. Und ein bisschen können die anderen von uns dann vielleicht auch sportlich lernen", bilanziert Amber Nasby.

Und was ist für beide typisch Deutsch? "Bratwurst!", lautet der übereinstimmende Ausruf.

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