Zugunglück in Meerbusch
Bild von der Unfallstelle.

Bild von der Unfallstelle.

Arnulf Stoffel

Bild von der Unfallstelle.

Düsseldorf. Nach dem Zugunglück von Meerbusch kann die Bahnstrecke zwischen Neuss und Krefeld voraussichtlich erst vom Samstag kommender Woche (16. Dezember) an wieder befahren werden. Neben der Reparatur der Unfallschäden würden ab dem 11. Dezember auch seit langem geplante Gleis- und Weichenerneuerungen durchgeführt, teilte die Deutsche Bahn am Freitag mit.

Bei dem Unfall waren am Dienstag mehr als 50 Menschen verletzt worden, neun von ihnen schwer. 173 Menschen - darunter auch die Verletzten - mussten in dem Zug lange ausharren, weil Gefahr durch eine herabgerissene Oberleitung mit 15 000 Volt Hochspannung drohte. Ein Regionalzug war auf einen Güterzug aufgefahren. Die Ursachensuche läuft.

Nach derzeitigen Ermittlungen scheint die beiden Lokführer der kollidierten Züge keine Schuld zu treffen. Vieles deutet auf einen Fehler der Fahrdienstleitung oder technisches Versagen hin. Vor dem Zugunglück hat der Lokführer der Regionalbahn einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke noch nicht frei war. Dies bedeute aber noch nicht, dass das Unglück auf einen Fehler der Fahrdienstleitung zurückgeht. Auch ein technisches Versagen sei möglich.

Inzwischen steht außerdem fest, dass der Güterzug, auf den der Personenzug aufgeprallt ist, gerade wieder angefahren war. Er hatte zuvor das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath erhalten. Dadurch sei der Aufprall gemildert worden.

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