Der Osterather Monarch ist für die kommenden Jahre der König unter den Königen.

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Der neue Stadtschützenkönig Wolfgang Schneider wird von seiner Ehefrau Heike und Vorgänger Willi Vieten beklatscht.

Der neue Stadtschützenkönig Wolfgang Schneider wird von seiner Ehefrau Heike und Vorgänger Willi Vieten beklatscht.

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Der neue Stadtschützenkönig Wolfgang Schneider wird von seiner Ehefrau Heike und Vorgänger Willi Vieten beklatscht.

Büderich. Jubel brandet vor allem unter den Schützen aus Osterath auf. Ihr Monarch Wolfgang Schneider hat Sekunden zuvor den entscheidenden Treffer auf den schon schwankenden Holzvogel gelandet und sich damit als Zehnter in die Reihe der Meerbuscher Stadtschützenkönige eingereiht.

Mit ihm hatten vier weitere Meerbuscher Schützenkönige um diese Würde gewetteifert. Der Lanker Adam Zinn hatte den ersten Schuss, dann folgte Peter III. Wellemsen aus Strümp, der schließlich den Vogel locker schoss und den Königsschuss von Schneider vorbereitete. Karl-Josef Neuhausen aus Langst Kierst und Christian Bodewig aus Büderich wären die nächsten gewesen und sahen den Vogel mit leichter Wehmut fallen.

Mit dem Königsschuss löst Schneider nach drei Jahren Willi Vieten ab. Der habe mit seiner Frau Elke die Meerbuscher Schützen vorbildlich repräsentiert, lobte Bürgermeister Dieter Spindler unter großem Beifall kurz vor der Krönungszeremonie, bevor er Schneider die Silberkette der Stadtkönige umlegte.

Für die bisherigen Stadtkönige gab es auch eine Überraschung. Nachdem Willi Vieten aufgefallen war, dass bisher keines der gekrönten Häupter eine Erinnerung an die Regentschaft hatte, wurde ein neuer Orden geschaffen, den Karl-Heinz Rütten, der geistige Vater des Wettstreits, an alle ehemaligen Stadtkönige verlieh. Im Schnitt regieren die Stadtschützenkönige zwei Jahre, die Dauer richtet sich nach den Gepflogenheiten im Herkunftsort des Monarchen.

Das Fest hatte mit einem eindrucksvollen Festgottesdienst in der Kirche Heilig Geist begonnen. Dann setzte sich der bunte Zug, an dem neben den Kompanien der Büdericher St. Sebastianus-Bruderschaft auch Abordnungen der übrigen fünf Bruderschaften und Schützenvereine teilnahmen, zum Eisenbrand in Bewegung.

Mit Kinogutscheinen wurden die Sieger beim Pfänderschießen belohnt. Gerd Hendricks (Büderich) traf den Kopf, der Lank-Latumer General Frank Neukirchen und sein Major Udo Sparla trafen die Flügel, Jürgen Gaumer (Strümp) den Schwanz und der Büdericher Minister Martin Vennedey den Rumpf.

Die Stimmung auf dem Festgelände war familiär und zugleich offen für Nicht-Schützen. Jugendliche und Erwachsene probierten das Angebot der Schießsportabteilung aus. Schließlich feierten die Büdericher Schützen zugleich das 20-jährige Bestehen der Schießanlage.

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