Michael Betsch spricht über den Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner.

Interview
Michael Betsch, Bereichsleiter Grünflächen. Archiv

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Stadt

Michael Betsch, Bereichsleiter Grünflächen. Archiv

Die Haare der Eichenprozessionsspinner können Hautreizungen, Atembeschwerden und Bindehautentzündungen auslösen. Die Stadt Meerbusch hält daher die Bäume auf dem Stadtgebiet im Blick, um einen möglichen Befall schnell zu erkennen, sagt Michael Betsch, Bereichsleiter Baubetriebshof, Friedhöfe und Grünflächen.

Derzeit ist Schlüpfzeit der Raupen des Eichenprozessionsspinners. Wie kümmert sich die Stadt Meerbusch um einen möglichen Befall?

Michael Betsch: Derzeit haben wir noch keine Nester entdeckt, aber wir halten alle 989 städtischen Stiel-Eichen auf den Meerbuscher Grünflächen unter Beobachtung.

Gibt es dieses Jahr weniger dieser Raupen?

Betsch: In der Vergangenheit, vor einigen Jahren, hatten wir wirklich einen großflächigen Befall von Bäumen auf dem Meerbuscher Stadtgebiet und haben diesen dementsprechend auch großflächig vorbeugend bekämpft. Im letzten Jahr konnten wir nur noch einen punktuellen Befall feststellen – nur fünf Bäume waren betroffen. Dort haben wir dann die Nester manuell entfernt.

Heißt das, dass das Problem mit den Tieren, deren Haare gesundheitsschädlich sind, allgemein zurückgeht?

Betsch: Wir vermuten tatsächlich, dass der Eichenprozessionsspinner weiterzieht. Vor Jahren hat der Befall damals in Büderich angefangen, ging dann weiter über Lank und Osterath.

Aber sie kontrollieren vorsorglich trotzdem?

Betsch: Natürlich. Wir halten die Bäume unter Kontrolle und haben entsprechend geschulte Mitarbeiter. Sollten sie einen Befall feststellen, dann saugen sie die Nester mit Spezialsaugern ab, damit sich die Härchen nicht verbreiten.

Sollen sich Bürger, die Nester feststellen, bei der Verwaltung melden?

Betsch: Ja, wir sind immer dankbar über Hinweise und werden dann sofort reagieren und das Nest entfernen. Oft sind gerade Nester aber für Laien nicht gut zu erkennen. Manche sind gerade mal so groß wie eine Faust und hoch in den Bäumen. Sie sind dann kaum zu sehen.

Wer dennoch ein Nest sieht – an wen wendet er sich?

Betsch: Sofern ein städtischer Baum betroffen ist am besten an den Baubetriebshof. Dessen Leiter Marcus Töpp ist unter Telefon 02159/916345 zu erreichen. Bei einem Befall an privaten Bäumen sind Fachfirmen zu kontaktieren.

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