Wilhelm Frömgen kandidiert für die Piraten im Wahlkreis Neuss III.

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Der Glehner Wilhelm Frömgen will mehr Transparenz.

Der Glehner Wilhelm Frömgen will mehr Transparenz.

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Der Glehner Wilhelm Frömgen will mehr Transparenz.

Meerbusch. Mit 15 Jahren entdeckte Wilhelm Frömgen die Politik. Der 29 Jahre alte Direktkandidat der Piratenpartei für Meerbusch, Kaarst, Jüchen und Korschenbroich (Wahlkreis Neuss III) setzte sich damals dafür ein, Mofas auf den Radwegen in Neuss zuzulassen. „Seitdem habe ich mich für Politik interessiert“, erzählt Frömgen.

Der Maschinenbautechniker engagierte sich in verschiedenen Parteien, war aber nie mit den Strukturen zufrieden. Bis er die Piraten für sich entdeckte: „Die Schnittmenge war einfach am größten.“ Zudem sei die Eintrittsschwelle bei den Piraten enorm niedrig, was sich daran zeige, dass man auch als Nicht-Mitglied an den Stammtischen der Partei teilnehmen darf.

Als wichtigste politische Felder nennt Frömgen Transparenz und Bürgerbeteiligung. „Die Leute können viel besser mit Entscheidungen leben, wenn sie sie nachvollziehen können“, sagt er. Die Politik habe die Aufgabe, die Wünsche der Bürger zu erfüllen und ein geregeltes, sicheres und freies Leben zu gewährleisten. Die anderen Parteien suchen nach Frömgens Ansicht zu selten das Gespräch mit den Bürgern: „Der Mensch will gehört werden.“

Als wichtiges politisches Ziel betrachtet Frömgen die Bildungspolitik. Arbeit habe sich in den vergangenen 200 Jahren verändert, das System hingegen sei weitgehend unverändert geblieben. „Mittlerweile muss sogar eine Putzfrau am PC arbeiten können“, meint Frömgen. Daher sei es dringend notwendig, den Bildungsstandard hochzufahren.

Auch das Urheberrecht benötigt laut Frömgen eine Erneuerung: „Auch diese Strukturen stammen aus einer anderen Zeit.“ Ziel sei jedoch nicht, den Künstlern ihr Geld wegzunehmen. Er halte es aber für fragwürdig, dass man beim Kauf eines CD-Rohlings stets eine Abgabe für die Urheberrechte bezahlen müsse, gleichzeitig aber keine Musik darauf kopieren dürfe. Frömgen: „Die Industrie hat es verschlafen, ein Geschäftsmodell dafür zu entwickeln.“

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