In der letzten Woche gab es sieben Unfälle im Rhein-Kreis.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei mehr als 100 sogenannte „Wildunfälle“ im Rhein-Kreis Neuss registriert. Insbesondere in den Abend-, Nacht- und frühen Morgenstunden sei es vorwiegend in ländlichen Bereichen häufig zu Zusammenstößen zwischen Wildtieren und Kraftfahrzeugen gekommen, heißt es. Rehe, Wildschweine, Dachse und Hasen überlebten diese unfreiwilligen Begegnungen meist nicht. An betroffenen Autos entstand nicht selten ein erheblicher Sachschaden.

Das Reh musste nach dem Zusammenstoß erlegt werden

Allein in der vergangenen Woche meldeten Verkehrsteilnehmer der Kreispolizei sieben Wildunfälle. An der Dr.-Paul-Edelmann-Straße in Grevenbroich-Noithausen stieß ein Autofahrer am Dienstag gegen 6.30 Uhr mit gleich zwei Rehen zusammen. Aufgrund der Verletzungen musste der hinzugerufene Jagdaufsichtsberechtigte ein Tier erlegen. An der Kierster Straße in Lank-Latum mussten Polizisten am Montag gegen ein Uhr ein schwer verletztes Reh nach einem Verkehrsunfall erlösen.

In Kaarst-Büttgen, an der Grefrather Straße, flüchtete sich ein Reh in den Wald, nachdem es am Donnerstag, gegen 8 Uhr, mit einem Auto kollidiert war. Am Mittwochmorgen, gegen 7.20 Uhr, wurde auf einer Landstraße in Rommerskirchen, zwischen Gohr und Widdeshoven, ebenfalls ein Reh Opfer eines Wildunfalls. Drei weitere Einsätze aus gleichem Grund gab es in Kaarst und Grevenbroich.

Kraftfahrer, heißt es, sollten sich dieser Gefahr bewusst sein. Vor allem an Strecken mit dem Schild „Achtung, Wildwechsel“ sollten die Geschwindigkeit und die Bremsbereitschaft angepasst werden. Lasse sich ein Zusammenprall mit dem Wild trotzdem nicht mehr vermeiden, raten Experten dazu, das Lenkrad gut festzuhalten und nicht unkontrolliert auszuweichen. Denn dabei, heißt es, bestehe die Gefahr, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren und möglicherweise sich und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Red

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