Fluglärmgegner ziehen Bilanz und hoffen auf Veränderungen in 2013.

Meerbusch. Bei ihrem ersten Treffen im neuen Jahr konnten die Bürger gegen Fluglärm (BgF) auf Erfolge verweisen. Inhaltlich stand das aufsehenerregende Gegengutachten von Dr. Rahn, der den Lärmgutachtern des Flughafens vorsätzliche Falschzitate und willkürliche Grenzwertfestlegungen nachweisen konnte, im Vordergrund.

Der Verein Bürger gegen Fluglärm hat dieses Gegengutachten nun zum Bestandteil seiner Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gemacht.

BgF setzen Hoffnungen in das Hamburger Modell

Auch bei den gesundheitsgefährdenden Nachtflügen gab es Verbesserungen. Zwar seien immer noch 280 von 366 Nächten mit angeblich „ausnahmsweisen“ Verspätungen aufgefallen, aber der Trend zeige nach unten, so die BgF. Deren Vorsitzender Christoph Lange ergänzt: „Nachtflüge sind letztlich völlig überflüssig.“ Änderungen erwarten die BgF von der Gebührenregelung nach dem sogenannten Hamburger Modell, das 2014 eingeführt werden soll.

Demnach kosten Flüge zwischen 22 und 23 Uhr das Doppelte, nach 23 Uhr sogar das Dreifache der normalen Landegebühren. „Heute bringt eine Nachtlandung genau dasselbe Geld in die Kassen des Flughafens wie eine Landung mittags um 13 Uhr – ein unhaltbarer Zustand“, sagt Lange. Er geht davon aus, dass die Nachtflüge den Flughafen mehr kosten als sie einbringen. Die Nachtschichten des Personals und der Lärmschutz verschlänge Millionen.

Fazit: Die Entwicklung gehe zwar in die richtige Richtung. Es sei aber zu befürchten, dass schon mit Beginn des Sommerflugplans zu Ostern erneut chaotische Zustände eintreten werden. Red

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