Die Creditreform veröffentlicht Zahlen für den Rhein-Kreis.

Die Experten sprechen mit einem Blick in den Kreis Neuss von einem „Allzeithoch“, von einem positiven Geschäftsklima, von einer guten Konjunkturlage. Darum wundert es sie auch nicht, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr relativ niedrig lag: Nur 21 Firmen – und das sind dann meist kleinere Unternehmen mit weniger als fünf Mitarbeitern – meldeten Insolvenz an.

Das geht aus der neuen Untersuchung der Unternehmensinsolvenzen in Düsseldorf und im Rhein-Kreis Neuss von 2016 hervor, die die Creditreform Düsseldorf/Neuss gestern vorstellte.

Creditreform veröffentlicht halbjährlich die aktuellen Zahlen zu Insolvenzen und außerdem das Mittelstandsbarometer und den Schuldneratlas für die Regionen Düsseldorf und Neuss. Nur im Kreis Neuss spiegele sich in Sachen Insolvenzen der deutliche bundesweite Positivtrend wider – und darum eben auch in Meerbusch.

Die Zahlen aus den Vorjahren zum Vergleich: 2010 meldeten 38 Firmen Insolvenz an, 2011 dann schon 41, im Jahr darauf wieder nur 25, vor drei Jahren sogar 46, im Jahr 2014 auch nur 21, im Jahr darauf wiederum 32, und in 2016 dann erneut wieder nur 21. Aus welcher Branche diese Firmenpleiten standen, können die Creditreform-Experten aber nicht sagen. „Das ist uns für diesen kleinen geografischen Raum nicht bekannt“, so Rainer Bovelet. Er weiß aber: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen einem guten Geschäftsklima und den Insolvenzmeldungen.“

Und weil eben die Konjunkturlage zurzeit so gut sei – vor allem im Kreis Neuss – melden eben auch wenige Unternehmenschefs, Gastronomen oder Laden-Inhaber das Ende ihrer Firma. Ob das so bleibt, sei ungewiss. Verunsicherung in Politik und Wirtschaft durch wirtschaftliche Veränderungen in Europa und Amerika könnten Umbrüche bewirken, die zurzeit nicht vorhersehbar seien. ak

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