Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr zu 460 Einsätzen gerufen. Das ist der niedrigste Wert seit 2006.

Für den Fahrer dieses Sportwagens kam nach einem Unfall im Juli jede Hilfe zu spät.
Für den Fahrer dieses Sportwagens kam nach einem Unfall im Juli jede Hilfe zu spät.

Für den Fahrer dieses Sportwagens kam nach einem Unfall im Juli jede Hilfe zu spät.

Feuerwehr

Für den Fahrer dieses Sportwagens kam nach einem Unfall im Juli jede Hilfe zu spät.

Meerbusch. Zufrieden blickt die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch auf die Bilanz der Einsätze im Jahr 2011 zurück. Zu 460 Einsätzen wurden die Frauen und Männer um den Wehrleiter Herbert Derks gerufen. Sie mussten damit 44 Mal weniger ausrücken als im Jahr zuvor. Das ist der niedrigste Wert seit 2006.

Hauptaufgaben sind nach wie vor die Technischen Hilfsleistungen, die mit 49 Prozent aller Einsätze in der Statistik erscheinen. In 24 Prozent aller Fälle rückte die Wehr zu einem Brand aus. Verletzt wurde niemand.

Zu den größten Brandeinsätzen zählten im vergangenen Jahr zwei ausgedehnte Kellerbrände in Lank. Im März waren 65 Einsatzkräfte mehrere Stunden damit beschäftigt, die Flammen im Keller eines Einfamilienhauses an der Fliederstraße zu löschen. Die Bewohner kamen mit dem Schrecken davon.

Ähnlich erging es den rund 30 Bewohnern eines Mehrfamilienhauses In der Loh, die Mitte Dezember frühzeitig auf einen Kellerbrand aufmerksam wurden und das Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen konnten. Ebenfalls sorgte der Brand in einem Reihenhaus in Bösinghoven im Juni für ein Großaufgebot an Rettungskräften. Die Feuerwehr konnte größeren Schaden verhindern.

Im Oktober löschte die Feuerwehr auf dem Lanker Kirmesplatz zwei brennende Wohnwagen, einen Monat später brannte auf der Baustelle des Strümper Sportplatzes ein Bagger aus. Die Auto- und Papiercontainerbrände sorgen zwar eine zeitlang für schlaflose Nächte, wirkten sich aber nicht nennenswert auf der Einsatzstatistik aus.

Bei den Technischen Hilfseinsätzen ist allen Einsatzkräften noch nachhaltig ein Verkehrsunfall im Juli im Gedächtnis, bei dem ein junger Fahrer mit seinem Sportwagen die Kontrolle auf der A57 verlor und nach mehreren Überschlägen in einem angrenzenden Maisfeld zum Stehen kam. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Ebenfalls schwer verletzt wurde eine junge Willicherin, die kurz vor Silvester auf der L154 zwischen Osterath und Kaarst mit ihrem Auto in einen Unfall verwickelt wurde und nicht mehr ohne die Hilfe der Feuerwehr ihr Fahrzeug verlassen konnte.

Auffallend ist, dass die Einsätze mit Kleintieren wie Vögel und Katzen in den letzten Jahren erheblich zunehmen. 30 Mal rückte die Feuerwehr aus, um die verletzten Tiere zum Tierarzt zu bringen oder von Bäumen zu helfen. Die reduzierte Gesamtzahl an Einsätzen ist nicht zuletzt auf ausgebliebene Unwetter zurückzuführen, die in den vergangenen Jahren bis zu 100 Einsätze innerhalb von 24 Stunden bescherten.

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