Der Heimatkreis Lank sorgt sich um Zukunft und Bestand der Alten Weinschenke.

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Wirt Drago Babij (r.) wurde im März vergangenen Jahres vom Kulturstammtisch verabschiedet.

Wirt Drago Babij (r.) wurde im März vergangenen Jahres vom Kulturstammtisch verabschiedet.

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Wirt Drago Babij (r.) wurde im März vergangenen Jahres vom Kulturstammtisch verabschiedet.

Lank-Latum. Mehr als 35 Jahre lang hat die Familie Babij die Gastronomie in der denkmalgeschützten Weinschenke Jos. van Dawen am Alten Markt geführt. Dann wollten die Erben die Immobilie verkaufen, und der Wirt musste in den Gasthof Alt Lank ausweichen.

Interessenten oder gar einen neuen Besitzer gebe es für das Lokal noch nicht, sagt Franz-Josef Radmacher, Vorsitzender des Heimatkreises Lank. Die Brauchtumsfreunde sorgen sich jedenfalls um den Denkmalschutz für die Gebäude am Alten Markt, der in ihren Augen ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Alt und Neu darstellt.

Damit das so bleibt, dürfe man nicht die Hände in den Schoß legen. Neben dem Haus Hauptstraße 21 gilt das Augenmerk der Heimatfreunde vor allem der Alten Weinschenke. In der jüngsten Ausgabe der Heimatkreiszeitung Dä Bott appelliert Geschäftsführer Franz-Josef Jürgens in einem Kommentar an alle Lanker und Latumer, sich einzumischen und dafür einzusetzen, dass der komplette Alte Markt als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt werde.

Ungeachtet dessen müsse der gesamte Gebäudekomplex der Alten Weinschänke in seinem heutigen Erscheinungsbild erhalten bleiben, fordert Jürgens. In diesem Zusammenhang stelle er sich die Frage, ob auch alle denkmalwürdigen Teile wie Treppenhäuser, Säle oder der bedeutende, nahezu bis zur Gonellastraße reichende historische Weinkeller sowie die Nutzung als Restaurant unter Denkmalschutz gestellt seien.

Darüber hinaus müsse überprüft werden, ob der Denkmalwert aller Gebäude am Alten Markt, die in der Denkmalliste der Stadt eingetragen sind, auf der Grundlage neuer Erkenntnisse und in allen Fällen genügend präzise beschrieben, dokumentiert und festgesetzt sei. „Diese Frage bedarf nicht nur einer jetzt dringenden, sondern künftig regelmäßigen Überprüfung. Insoweit besteht für die Denkmalbehörden und die Stadt Meerbusch Handlungsbedarf“, so Jürgens.

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