Weil die Tiere Sand weggetragen haben, haben sich Pflastersteine verschoben – jetzt muss saniert werden.

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Gerade in den Randbereichen verschoben sich Steine.

Gerade in den Randbereichen verschoben sich Steine.

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Gerade in den Randbereichen verschoben sich Steine.

Meerbusch. Einstimmig hat der Stadtrat Gelder zur Sanierung des gerade mal zwölf Jahre alten Deichkronenwegs in Höhe der Flughafenbrücke freigemacht. Auf Antrag des CDU-Ratsherrn Daniel Meffert wurden 30 000 Euro in den Haushalt 2015 eingestellt.

Die Pflastersteine lockerten und verschoben sich

Damit hatte beim Bau des Weges niemand gerechnet: Ameisen trugen die Sandbettung einfach fort. Die Folge: Die Pflastersteine lockerten und verschoben sich, in jeweils rund 30 Zentimeter breiten Randbereichen war der Weg nicht mehr nutzbar. Im Sommer 2013 hatte die Stadtverwaltung erstmals über das Problem informiert. „So etwas habe ich in all den Jahren noch erlebt“, sagte der zuständige Fachbereichsleiter Wolfgang Trapp.

Vergangenes Jahr führte die Stadtverwaltung eine Probesanierung durch, in einem Teil des früheren ersten Bauabschnitts. „Die alte Sandbettung ist in den Randbereichen des Deichkronenweges gegen neue Splittbettung für die Pflastersteine auszutauschen“, erläuterte Trapp im Bauausschuss. „Im Gegensatz zu Sand können Ameisen Splitt nicht wegtragen.“ Er betonte: „Bei der Ausführung des ersten Bauabschnittes im Jahre 2002 entsprach die Sandbettung den damals geltenden Regeln der Technik.“

Die Sanierung des Weges könnte aufwendig werden

Die Ameisenschäden seien ein Phänomen der letzten Jahre – auch bei anderen Deichverbänden, so der Fachbereichsleiter. Er hatte auch gute Nachrichten: „Die anderen späteren Bauabschnitte des Deichkronenweges weisen bereits eine Splittbettung auf.“ Es sei allerdings erforderlich, in den Jahren 2015 bis 2018 den ersten Bauabschnitt auf einer Länge von knapp zwei Kilometern schrittweise weiter komplett zu sanieren.

Das könnte aufwendig werden: Die Pflastersteine müssten heraus genommen, gereinigt, neben dem Radweg gestapelt und dann wieder eingesetzt werden. Unter Umständen könnte es sich rechnen, direkt neue Steine zu verwenden. Mehrheitlich stimmten die Politiker für den CDU-Antrag, einen laufenden Betrag von jährlich 30 000 Euro in den Haushalt einzustellen, um die durch die Ameisen verursachten Schäden beheben zu können.

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