Die KG Fettnäpke verzichtet auf eingekaufte Stars. Stattdessen wird das Programm in Eigenregie gestaltet.

Bärbel Mosch und Anke Schmitz holen sich ihren verdienten Applaus ab, den Sitzungspräsidentin Michaela Bommers (r.) einfordert.
Bärbel Mosch und Anke Schmitz holen sich ihren verdienten Applaus ab, den Sitzungspräsidentin Michaela Bommers (r.) einfordert.

Bärbel Mosch und Anke Schmitz holen sich ihren verdienten Applaus ab, den Sitzungspräsidentin Michaela Bommers (r.) einfordert.

Nur die Hinterköpfe derauf dem Rücken liegenden Männer lugen unter dem Laken hervor.

Marc Ingel, Bild 1 von 2

Bärbel Mosch und Anke Schmitz holen sich ihren verdienten Applaus ab, den Sitzungspräsidentin Michaela Bommers (r.) einfordert.

Osterath. Dass Karneval bei allem Ernst eben doch nur Spaß ist, mussten am Wochenende Anke Schmitz und Bärbel Mosch am eigenen Leibe erfahren. Auf der Bühne der KG Fettnäpke im Osterather Pfarrzentrum schmetterten die beiden Frauen erstmals live zu bekannten Melodien freche Texte wie „Ich will nicht mehr spülen, ich putz’ nicht mehr!“ – nur um sich kurz nach dem Auftritt am Spülstein des Pfarrzentrums wiederzufinden und Gläser zu reinigen.

So allerdings geht es vielen der Aktiven, denn neben dem Bühnenprogramm wird jede helfende Hand bei Bewirtung, Umbau, Kostümwechsel, Technik und eben dem Gläserspülen benötigt, um die bereits legendären Sitzungen immer wieder zu einem Erfolg werden zu lassen. Präsidentin Michaela Bommers nutzte daher auch die Gelegenheit und warb zwischen den Bühnendarbietungen im vollen Saal dafür, bei künftigen Veranstaltungen das karnevalistische Verpflegungsprogramm mit zu gestalten.

Danach heißt es natürlich Zähne putzen, was Büttenredner Martin Oellers noch auf dem Weg zur Bütt mit verzogenem Gesicht versuchte. Jedoch: „Mobilat – die Zahncreme kauf’ ich nicht mehr!“ Nach diesem unglücklichen Start in seinen Lehreralltag ging es nahtlos weiter – zur Klassenfahrt: Mitten in Rom sieht sich dabei die minderbegabte Schülerin Verena auf dem Peter Dohms (Nein! Petersdom!) zum ersten Mal mit ihrem internetbasierten Referat über Papst Benedikt XVI. („Iksfih – komischer Nachname“) konfrontiert.

Nach Wasserrohrbruch bleibt nur der Weg ins Hallenbad

Zurück im Rheinland stand der rüstige Rentner Willi Bützen vor ganz anderen Herausforderungen. Ein lang gehütetes Geheimnis der Gattin – sie kann nicht schwimmen – trat erst nach einem Wasserrohrbruch zutage. Nach zwei Tagen ohne Klempner marschierte man zwecks Körperreinigung ins Hallenbad. Voller Übermut schubste Rentner Willi seine bessere Hälfte ins Becken und zeigte sich prompt erstaunt über deren enorme Ausdauer beim Tauchen.

Ein Debüt feierte außerdem Norbert Müller, der als Einzel-Büttenredner mit spitzer Zunge das Jahr 2012 mit Konverter, Fluglärm und anderen Ereignissen aufs Korn nahm. Die Garde dagegen entdeckte ihre Leidenschaft für den Sport und bot neben dem klassischen Gardetanz unter tosendem Applaus erstmals auch Zumba für Herren an.

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