Die VHS bietet im neuen Semester 363  Kurse, Ausflüge und Vorträge an. Japan ist ein Thema.

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VHS-Mitarbeiterin Claudia Fendrich, Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage, VHS-Leiterin Ingrid Terrana-Kalte und ihr pädagogischer Mitarbeiter Berthold Grebe (v.l.) präsentieren das Frühjahrsprogramm. Die Anmeldungen laufen.

VHS-Mitarbeiterin Claudia Fendrich, Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage, VHS-Leiterin Ingrid Terrana-Kalte und ihr pädagogischer Mitarbeiter Berthold Grebe (v.l.) präsentieren das Frühjahrsprogramm. Die Anmeldungen laufen.

Die neue Partnerschaft Meerbuschs mit Shijonawate schlägt sich im VHS-Angebot nieder: Mitte Februar beginnt der erste Sprachkurs Japanisch – 15 Mal samstags in der Mediothek.

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VHS-Mitarbeiterin Claudia Fendrich, Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage, VHS-Leiterin Ingrid Terrana-Kalte und ihr pädagogischer Mitarbeiter Berthold Grebe (v.l.) präsentieren das Frühjahrsprogramm. Die Anmeldungen laufen.

Meerbusch. Die Volkshochschule, öffentlich geförderte Bildungseinrichtung, muss sich am Markt behaupten, Pflicht und Kür bieten, Bewährtes anbieten und Neues aufgreifen. „Wir suchen die gute Mischung zwischen Bedarfsdeckung und Bedarfsweckung“, formuliert es Ingrid Terrana-Kalte. Dabei beweist sie Ausdauer: „Die Meerbuscher müssen sich an Neues erst gewöhnen.“ Der Erfolg wird dennoch auch in Zahlen gemessen: 4467 Kursteilnehmer zählte die VHS im Herbstsemester 2010.

Seit November ist die Meerbuscher Volkshochschule zertifiziert, ein Siegel für die Organisationsstruktur. Wichtiges Element der Qualitätskontrolle ist das Beschwerdemanagement: Kritik an Räumen (zu kalt, zu dunkel), Kursinhalt oder Dozent: Alles wird ausgewertet, Defizite nach Möglichkeit umgehend abgestellt.

Im Programm: Annäherung an den neuen Partner

Sein Leben in die Hand nehmen – dieses Motiv durchzieht das VHS-Programm auch bildhaft. Neben viel Bewährtem und Beliebtem wie Sprachen, Sport und Kulturreisen, naturkundlichen Wanderungen und Verbraucherthemen, öffnet man sich Japan.

Nicht nur Kurse für Zen-Meditation und japanische Heilmethoden finden Niederschlag im Programm, sondern erstmals auch ein Sprachkurs Japanisch. Samstagsmorgens erlernen Schüler ab Februar in der Mediothek in Büderich nützliche Redewendungen, um erste Kontakte zu Japanern knüpfen zu können: in Meerbusch oder in Shijonawate, Meerbuschs neue Partnerstadt in Japan.

„Wir werden Japan weiter im Auge behalten“, betonen VHS-Leiterin Ingrid Terrana-Kalte und Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage. In der neuen Lehrküche im Bürgerhaus in Lank könne man beispielsweise einen japanischen Kochkurs anbieten. Vor 30 Jahren, erinnert sich Terrana-Kalte lächelnd, hätten umgekehrt Japaner bei ihr nach einem deutschen Kochkurs gefragt: Die Gäste auf Zeit wollten lernen, wie man das auf dem Markt angebotene Fleisch und Gemüse zubereitet.

Programm: Das neue VHS-Programm ist in einer Auflage von 10 000 Exemplaren erschienen. Es umfasst 363 (Herbst 2010: 372) Veranstaltungen und 8294 (7069) Unterrichtsstunden. 157 (163) Honorarkräfte sind eingebunden. Die Zahlen sind geringer, allerdings bedeuten sie kein Schrumpfen des Angebots: Die Sommerakademie schlägt sich mit etwa 40 Kursen und einigen Dozenten in der 2010-Herbst-Statistik nieder.  

 

Prädikat: Die VHS ist seit November zertifiziert. Aufbau und Organisation sind optimiert worden, es gibt auch ein Beschwerdemanagement: Jeder Kunde beurteilt Kurs, Inhalt und Pädagogik.

Neues gibt es querbeet in allen VHS-Fachbereichen: Tipps für wirtschaftliche Existenzgründungen oder ein gesundes Gehirn, eine Führung durch die Bäckerei Wieler, über den Kunstweg oder an den Baudenkmälern Lanks vorbei.

Gesundheit im Alter spielt erneut eine große Rolle – diesmal in Kooperation mit dem St.-Elisabeth-Hospital –, ebenso Deutschkurse für Ausländer. Benimmregeln einüben, kochen oder backen – damit will man die kleinen Meerbuscher anlocken.

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