Werbemittelfirma sitzt nach Betrug auf 50 000 USB-Sticks.

Dass die beiden Meerbuscher Unternehmer Carsten Lenz und Daniel Meffert in den vergangenen Wochen um die Bezahlung von 50 000 USB-Sticks und damit eine Rechnungssumme von etwa 170 000 Euro betrogen worden waren, sorgte für Aussehen: Nicht nur, dass der WDR einen Beitrag für seine „Lokalzeit“ drehte, es meldeten sich auch viele andere Unternehmer bei den Betroffenen und sagten Unterstützung zu.

Daniel Meffert und Carsten Lenz betreiben seit zwei Jahren die Firma S+P Werbeartikel in Lank, die aber schon seit 1988 dort existiert. Sie vertreiben im Auftrag von Firmen Artikel vom Kugelschreiber über den Thermosbecher bis hin zu Bällen oder eben USB-Sticks. Ende des vergangenen Jahres bestellte ein Kunde, den die beiden eigentlich einer ihr vertrauten französischen Firma zuordneten, erst 20 000, dann noch einmal 30 000 USB-Sticks. Die erste Lieferung sollte nach Togo, die zweite in den Senegal gehen. Ausgeliefert wurde – aber nicht bezahlt. Denn bei dem Kunden handelte es sich offenbar um einen Internet-Betrüger, der die Identität des französischen Partners gestohlen hatte und die Ware selbst in Afrika verkaufen wollte – ohne sie bei Meffert und Lenz zu bezahlen. Die Lanker Geschäftsleute konnten die Ware zurückordern und sie bis im Schwarzwald zwischenlagern.

20 000 Sticks sind bereits von Stammkunden geordert worden, für die anderen gibt es bereits Interessenten. „Es haben sich einige Firmen und auch Wettbewerber gemeldet, die gleich im neuen Jahr volle Unterstützung beim Abverkauf zugesagt haben“, berichtet Daniel Meffert, der auch aktiv als Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und als CDU-Politiker ist. Ansonsten hat die Staatsanwaltschaft in dem Betrugsfall die Ermittlungen aufgenommen. ak

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