Unbekannte sind in der Nacht zu Donnerstag in die Räume der Cadvertising GmbH eingedrungen. Sie schnitten den Tresor auf und stahlen Geld.

Fünfmal wurde bei Peter Luegs Unternehmensnachbar im Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße in Lank im vergangenen Jahr eingebrochen. Beim fünften Mal schnitten die Täter ein 40 mal 40 Zentimeter großes Loch in die Wand, hinter der ein Tresor stand. Im September 2016 war das. Seither war Ruhe – bis in dieser Woche. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind Unbekannte in die Räume der Cadvertising GmbH, deren Geschäftsführer Lueg ist, eingebrochen. „Sie müssen um kurz vor 3 Uhr gekommen sein, denn zu diesem Zeitpunkt ist unser Server ausgefallen“, sagt der Bösinghovener. „Offenbar haben sie ihn kaputt geschlagen.“

Die Polizei bestätigt das. Die Diebe kamen diesmal nicht durch die Wand, sondern knackten eine Tür, die eigentlich durch eine Alarmanlage gesichert war. „Warum die Anlage nicht funktioniert hat, wissen wir nicht“, sagt Polizeisprecherin Diane Drawe. Möglicherweise sei sie defekt oder nicht ordentlich gewartet gewesen. Möglicherweise waren die Täter aber auch Profis und haben sie ausgeschaltet.

Gestohlene EC-Karte wurde noch in derselben Nacht in Wesel benutzt

Fakt ist: Ziel der Einbrecher war ein massiver Tresor, in dem unter anderem Bargeld und eine EC-Karte aufbewahrt wurden – wie bei Luegs Nachbar Frank Kuntze vor einem Jahr. Das Schloss schnitten sie fein säuberlich mit einer Säge auf, Computer und andere Wertgegenstände wurden stehengelassen. „Die waren ganz gezielt auf Geld aus“, sagt Lueg. „Gegen 4.15 Uhr wurde von einem Geldautomaten in Wesel Geld mit der gestohlenen EC-Karte von unserem Firmenkonto abgebucht.“ Auch das bestätigt die Polizei.

Peter Lueg wurde zum zweiten Mal Opfer. Vor circa zweieinhalb Jahren wurde in seine Werbeagentur schon einmal eingebrochen. Damals hatte Cadvertising einen speziellen Türsicherungsmechanismus für die insgesamt 500 Quadratmeter großen Büro- und Lagerräume einbauen lassen. Gebracht hat das nichts. Der Geschäftsführer fühlt sich alleingelassen. „Die Präsenz der Polizei im Gewerbegebiet, allgemein in den abgelegeneren Meerbuscher Ortsteilen geht gegen Null. Dabei sind doch gerade die Unternehmen im Gewerbegebiet ein dankbares Ziel für Einbrecher“, sagt er.

Polizeisprecherin Diane Drawe widerspricht Peter Luegs Einschätzung. „Selbstverständlich werden alle Ortsteile bestreift, auch mit Zivilkräften, die sich selbstverständlich nicht zu erkennen geben“, sagt die Polizeisprecherin. „Abgesehen davon werten wir die Einbruchslage regelmäßig aus.“ Unternehmen wie Cadvertising rät Drawe, sich bei der Polizei in Sachen Einbruchsschutz kostenlos beraten zu lassen. „Nach einer gewissen Zeit ist es manchmal nötig, Fenster und Türen nachzurüsten.“

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