Straftat: Kreisveterinäramt ermittelt gegen Umweltfrevler.

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Abstoßend: Felle und Innereien von geschlachteten Schafen und Ziegen wurden in den Langenbruchbach gekippt. (Rhein-Kreis)

Abstoßend: Felle und Innereien von geschlachteten Schafen und Ziegen wurden in den Langenbruchbach gekippt. (Rhein-Kreis)

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Abstoßend: Felle und Innereien von geschlachteten Schafen und Ziegen wurden in den Langenbruchbach gekippt. (Rhein-Kreis)

Meerbusch. Nachdem in Meerbusch zwischen Langst-Kierst und Lank-Latum eine große Menge Plastiktüten mit Kadaverteilen entdeckt wurde, hat die Stadt Meerbusch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Rhein-Kreises Neuss eingeschaltet. Das hat die Tierabfälle am Dienstag vor Ort überprüft. Laut Amtsleiter Gerhard Fischer handelt es sich um Schlachtabfälle von Schafen unterschiedlicher Rassen und vermutlich auch von Ziegen. Zur ordnungsgemäßen Beseitigung wurden die Abfälle umgehend in die Tierkörperbeseitigungsanstalt in Viersen-Kühleheide gebracht.

Die vorgefundenen Felle variierten von schwarz über braun bis zu cremefarben und weiß. „Das Gehörn lässt vermuten, dass es sich auch um Kamerunschafe und Heidschnucken gehandelt hat. Die Schlachtabfälle stammen von etwa 25 bis 30 geschlachteten Tieren“, so Fischer.

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt geht von illegalen Schlachtungen aus. Die Verursacher hätten gegen das Tierkörperbeseitigungs-, Abfall- und Umweltrecht verstoßen sowie vermutlich tierschutzrechtliche Bestimmungen missachtet, erläutert der Kreisveterinär. Bei Schwarzschlachtungen und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz handelt es sich um Straftaten. Das Kreisveterinäramt wird die Staatsanwaltschaft einschalten.

Aus der Anzahl der geschlachteten Tiere und der betroffenen Rassen können möglicherweise Rückschlüsse auf deren Herkunft gezogen werden. Der Veterinär hofft, dass hiesige Schaf- und Ziegenhalter Hinweise geben könen. Auch die Kollegen in den benachbarten Kreisen und Städten wurden informiert.

Tipps erhofft man sich auch aus der Meerbuscher Bevölkerung, da der aktuelle Vorfall der dritte innerhalb eines Jahres in Meerbusch ist.

Hinweise nimmt das Kreisveterinäramt unter der Telefonnummer 02181-601 3901 entgegen.

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