In der Jugendfarm können Tierliebhaber mit einer Patenschaft Hilfe leisten.

Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.
Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.

Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.

Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.

Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.

Links: Die Ziegen Ronja (l.) und Reni suchen beide noch einen Paten. Rechts: Die belgischen Riesen Merlin (vorne) und Snoopy sind unzertrennlich.

Marc Ingel, Bild 1 von 4

Links: Hängebauchschwein Rosi wird von ihren Artgenossen gemobbt. Rechts: Benno passt genau auf die kranke Mona (l.) auf.

Büderich. Rosi (8) ist ein armes Schwein. Sie fristet in der Arche Noah ein Außenseiterdasein und wird von ihren vier Artgenossen bisweilen sogar gebissen. „Sie kann aber auch durchaus ein wenig zickig sein“, sagt Hildegard Miedel, Leiterin der Jugendfarm, einschränkend.

Noch schlimmer hat es Mona erwischt. Das 24-jährige Pony, das einst den Weg von der Düsseldorfer Kirmes nach Büderich fand, entwickelte plötzlich eine Allergie gegen Pollen. Asthma war die Folge. „Kortisonspritzen helfen“, so Miedel.

Doch damit nicht genug: „Mona bekam das Cushing-Syndrom. Das sorgt bei ihr für einen irrsinnigen Fellwuchs.“ Auch dagegen gibt es Medikamente, „doch die sind nicht gerade billig“, betont die Bundesverdienstkreuzträgerin.

Vom Geld der Paten wird Futter und Medizin gekauft

Wer dem Team der Arche Noah helfen will, Rosi oder Mona den Lebensabend zu erleichtern, kann eine Patenschaft für eines der Tiere eingehen. Von dem Geld werden Futter und Medizin gekauft, der Pate kann seinen Liebling jederzeit besuchen, muss es aber nicht.

Die Idee wurde vor drei Jahren geboren, inzwischen gibt es rund 30 Tierfreunde, die eines der oft ausgesetzten Geschöpfe auf diese Weise gezielt unterstützen. Auf einer Fotowand am Eingang des Streichelzoos sind diese meist innigen Beziehungen zwischen Mensch und Tier verewigt. Gans Dagmar hat ebenso einen Verehrer wie Ente Schlafmütze oder Hängebauchschwein Tobi. Die Patenschaft von Shetlandpony Mäxchen teilen sich drei Geldgeber.

Ein monatliche Tierpatenschaft beträgt mindestens 5 Euro im Monat, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Der Name des Paten wird mit einem Foto des Tieres auf einer Wand in der Arche Noah verewigt. Zusätzlich erhält jeder Teilnehmer eine Urkunde mit Foto. Jedes Jahr gibt es einen Tag des Paten, zu dem alle Tierfreunde eingeladen werden.

„Ohne diese Patenschaften, die viele ehrenamtliche Arbeit und die Spenden hätte diese Einrichtung keine Zukunft“, erklärt Hildegard Miedel und geht nur auf zwei der diversen Rechnungen ein, mit denen sie sich täglich nach acht Stunden Arbeit in der Arche Noah noch befassen muss: „Der Hufschmied will alle sechs Wochen 350 Euro. Die Stromkosten für das Rotlicht in der Vogelvoliere sind von einem Tag auf den anderen um mehr als 100 Euro im Monat gestiegen.“

Alte Tiere werden im Unterhalt teuer

Vor allem die alten Bewohner der Arche Noah seien teuer im Unterhalt. „Das ist dann auch oft der Zeitpunkt, wenn die Leute ihre Haustiere bei uns abgeben oder einfach vor die Tür stellen“, sagt die Tierfreundin. Aber Hildegard Miedel schreibt kein Lebewesen ab und lässt notfalls auch einem Kaninchen den Tumor für viel Geld operativ entfernen.

Zehn Jahre sei normalerweise ein gutes Alter für ein Kaninchen, „bei uns werden sie nicht selten 15“, erzählt die Leiterin. Ein Hängebauchschwein kann sich in der Arche noch mit 18 Jahren genüsslich suhlen, da haben deren Artgenossen längst das Zeitliche gesegnet. „Ich habe mir geschworen, dass hier jedes Tier, wenn es nur irgendwie geht, so lange und so angenehm wie eben möglich leben darf“, betont Hildegard Miedel. Eine Patenschaft würde ihre Arbeit dabei natürlich enorm unterstützen.

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