Im Stadtteil Strümp stehen 2017 einige Bauprojekte an. Auf der Xantener Straße soll für mehr Sicherheit gesorgt werden.

Im Stadtteil Strümp stehen 2017 einige Bauprojekte an. Auf der Xantener Straße soll für mehr Sicherheit gesorgt werden.
In Strümp lässt es sich gut leben. Die Wohnbebauung ist umgeben von viel Grün. Archiv

In Strümp lässt es sich gut leben. Die Wohnbebauung ist umgeben von viel Grün. Archiv

Reichwein

In Strümp lässt es sich gut leben. Die Wohnbebauung ist umgeben von viel Grün. Archiv

Der Stadtteil Strümp liegt im Herzen von Meerbusch. Seit der Gründung der Stadt im Grünen gab es immer wieder Pläne, dort ein städtisches Zentrum zu bauen, das unter dem Begriff „Meerbusch-Mitte“ firmierte. Für viel Geld wurde sogar ein Bürgergutachten erstellt, an dem normale Bürger per Losentscheid mitwirken durften – und das später in der Schublade verschwand.

B-Plan 276 wurde noch vor Weihnachten verabschiedet

Die meisten Vorschläge, besonders das zentrale Rathaus oder ein Schwimmbad, wurden nicht verwirklicht. Bisher wurde nur ein kleiner Bereich, direkt angrenzend an das Schul- und Sportzentrum von Grundschule und Meerbusch-Gymnasium, als Wohngebiet „Strümper Busch“ bebaut. Einfamilien- und Reihenhäuser sind in lockerer Bebauung entstanden. Zurzeit wird an einem größeren Eckhaus gebaut, das an der Einmündung zum Strümper Busch stehen wird.

„Planungsrechtlich ist im Erdgeschoss ein Ladenlokal möglich“, informiert der Technische Dezernent Michael Assenmacher. Ob sich aber ein Interessent finden wird, ist noch unklar. Direkt dahinter – am Lärmschutzwall zwischen Osterather Straße und bestehender Bebauung – liegt das Gebiet des B-Plans 276, der noch vor Weihnachten verabschiedet wurde. „Wir werden jetzt die Grundstücke in den Verkauf geben“, sagt Assenmacher.

In der zweiten Jahreshälfte 2017 wird dann voraussichtlich mit dem Bau von Häusern begonnen, so dass der erste Teil des Strümper Buschs komplett fertig ist. Angrenzend an das Wohngebiet entsteht nach und nach ein Gewerbegebiet entlang der Autobahn A57. Dort wurden auch der neue städtische Bauhof und das Recyclingzentrum angesiedelt. Private Firmen haben zudem an dieser Stelle ihr Domizil bezogen. „Wir haben inzwischen weitere Grundstücke veräußert“, informiert der Dezernent. Wann diese bebaut werden, müssten die neuen Eigentümer entscheiden.

Mit einer weiteren Ausweisung von Wohnbebauung ist die Stadt derzeit noch vorsichtig. Denn die Erschließung über die geplante K9n (Fortführung der Forststraße) ist immer noch nicht gesichert. Der von der Stadt gefasste Satzungsbeschluss wurde beklagt und müsse nun revidiert werden, so Assenmacher. Er sei zuversichtlich dass das bis Ende 2017 geschehe. Was aber nicht bedeutet, dass nicht erneut geklagt werden könne.

Ein weiteres Thema, das die Strümper Bevölkerung bewegt, ist die Xantener Straße. Nachdem am Ortseingang von Büderich kommend ein Junge tödlich verunglückt war, wurde nach Maßnahmen für mehr Sicherheit gesucht. Bisher ist lediglich das Ortseingangsschild Richtung Ampel verrückt worden. Die versprochenen Maßnahmen direkt an der Kreuzung wurden immer wieder verschoben. „Straßen NRW hat uns mitgeteilt, dass die Ausschreibung für eine Fußgängerampel an der vierten Kreuzungsseite, wo sich die Bushaltestellen befinden, im November erfolgt sei“, teilt Dezernent Assenmacher mit. Demnach könnte mit den Bauarbeiten in der ersten Hälfte 2017 begonnen werden. Ob an der bestehenden Ampelschaltung etwas verändert werde, könne er nicht sagen.

Die Querungsampel über die Xantener Straße reagiert für Fußgänger und Radfahrer nur schwerfällig auf Anforderung. Ein großes Ärgernis, wenn man zu spät gedrückt hat und dann sowohl die Grünphase für Autofahrer aus Richtung Bergfeld wie auch auf der Xantener Straße abwarten muss. Eine automatische Gleichschaltung mit dem Autoverkehr könnte verhindern, dass eilige Fußgänger oder Radfahrer wie der verunglückte Junge bei Rot queren. Eine sichtbare Änderung gibt es bereits am anderen Ende der Durchfahrtsstraße. Dort wurden neue Bischofsmützen installiert, nachdem die erste Ausrüstung sehr schnell zu Schrott gefahren worden war.

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