Mit Les Tartines hat Tobias Hammes einen bodenständigen Ableger zum Restaurant Regalido eröffnet.

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Gourmet-Koch Tobias Hammes will Ana-Maria Teixeira in der Eingewöhnungszeit so viel wie möglich unterstützen.

Gourmet-Koch Tobias Hammes will Ana-Maria Teixeira in der Eingewöhnungszeit so viel wie möglich unterstützen.

Ingel

Gourmet-Koch Tobias Hammes will Ana-Maria Teixeira in der Eingewöhnungszeit so viel wie möglich unterstützen.

Strümp. Es vergehen keine fünf Minuten, ohne dass sich nicht ein Passant am Fenster von Les Tartines die Nase plattdrückt, um einen Blick ins Innere zu erhaschen. Das kleine Bistro am Kapellengraben1 in Strümp weckt die Neugier, so etwas hat es in Meerbusch bisher noch nicht gegeben.

"Wir hatten zweieinhalb Monate geschlossen, einige Stammkunden des früheren Bioladens waren schon enttäuscht. Aber das Konzept sollte schlüssig sein. Und es scheint ja auch aufzugehen", sagt Tobias Hammes anderthalb Wochen nach der Eröffnung.

Les Tartines ist eine Mischung aus Bistro, Feinkostgeschäft und Lebensmittelhandel. Man kann nun frisches Gemüse, selbst gebackenes Brot, erlesene Käse-, Schinken- oder Wurstspezialitäten, Weine, Pralinen und Kuchen einkaufen. Aber man kann eben auch von einer kleinen, aber feinen, stets wechselnden Speisekarte im ebenso schnuckeligen wie rustikalen Ambiente essen oder etwas mitnehmen.

Der etwas andere Snack: Tatar mit Salat Mesclun

Dass sich auf der Karte kreativ Klingendes wie Tatar mit Salat Mesclun oder Enten-Rilettes wiederfindet, kommt nicht von ungefähr. Denn Hammes ist gleichzeitig auch Chef de Cuisine des angrenzenden Feinschmeckertempels Regalido, ein Restaurant mit 16 von 20 möglichen Punkten in der Gourmet-Bibel Gault Millau.

Hammes sieht Les Tartines (heißt übersetzt so viel wie die Stullen) als ideale Ergänzung zum Regalido. "Die Qualität bleibt hoch, der Laden ist aber niederschwellig, man traut sich eher mal rein."

Mit Angeboten wie Flammkuchen nach mediterraner Art, Blutwurst auf Kartoffelpüree, Hummersuppe oder kleinen Häxchen vom Spanferkel bleibt sich der Gourmet-Koch in der Kreation außergewöhnlicher Gerichte, die dennoch Bodenständiges widerspiegeln, treu. Groß umgebaut hat er nicht, "ich wollte den Charme dieses 100 Jahre alten Hauses erhalten".

Nun ist es nicht so, dass der 38-Jährige erkennbar weniger Zeit im Regalido am Herd stehen würde. "In den Anfangsmonaten muss ich im Les Tartines natürlich Präsenz zeigen, Fragen beantworten und den Kunden das Gefühl geben, das ich mich kümmere", sagt der Gastronom

Hammes will an fünf Tagen (sonntags und montags ist geschlossen) zwischen 10 und 22 Uhr seiner Mitarbeiterin Ana-Maria Teixeira, zwei Auszubildenden, einem Koch sowie einer weiteren Servicekraft so viel wie möglich unter die Arme greifen, um zwischendurch - und anschließend - noch im Regalido seinen Ruf als Spitzenkoch zu untermauern.

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