Nach dem Aussendungsgottesdienst machten sich 100 Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, auf den Weg durch den Stadtteil.

Nach dem Aussendungsgottesdienst machten sich 100 Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, auf den Weg durch den Stadtteil.
Mark Coromines, Gabriel Deprander, Jan Sternemann und Robert Eichmann (v.l) sammelten Spenden für Kinder in Bolivien.

Mark Coromines, Gabriel Deprander, Jan Sternemann und Robert Eichmann (v.l) sammelten Spenden für Kinder in Bolivien.

Janning

Mark Coromines, Gabriel Deprander, Jan Sternemann und Robert Eichmann (v.l) sammelten Spenden für Kinder in Bolivien.

„Es ist toll. Viele Leute kommen aus ihren Häusern und freuen sich, dass wir da sind“, erzählen Mark Coromines, Gabriel Deprander, Jan Sternemann und Robert Eichmann. Die engagierten Siebenjährigen, die die zweite Klasse der Mauritius-Grundschule besuchen, zogen am Sonntag nach dem Aussendungsgottesdienst durch Pater Adalbert als Heilige Drei Könige verkleidet von Haus zu Haus und sammelten für notleidende Kinder in aller Welt. Mit dem Motto „Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ machten sie darauf aufmerksam, wie der Mangel an Respekt mit Ausgrenzung, Missachtung und Diskriminierung zusammenhängt.

Beim Gottesdienst ist Kinderarmut in der Welt ein zentrales Thema

Pater Adalbert hatte den etwa 100 Büdericher Sternsingern während des Gottesdienstes in der St.-Mauritius-Kirche klargemacht, dass es in vielen Orten auf der Welt Kinder gibt, die Hunger leiden, harte Arbeit erbringen müssen, keine Eltern mehr haben und keine Chance auf Bildung besitzen. Die Siebenjährigen wissen ganz genau, was sie wollen. „Es ist cool, dabei zu sein. Ich will Kindern helfen, die arm sind“, sagt Jan, die anderen drei nicken zustimmend. „Ich freue mich, wenn wir mit dem gesammelten Geld anderen helfen können“, meint Gabriel. „Das Singen ist echt ein schönes Erlebnis. Mit den Spenden wollen wir erreichen, dass es den Armen etwas bessergeht.“

Das Quartett ist zum ersten Mal dabei, feiert seine Premiere als Sternsinger. Besonders schön finden die Jungs die Süßigkeiten, die sie an den Türen bekommen – und natürlich ihre bunten Kostüme, festlichen Gewänder, Kronen und den großen Stern, den sie dabei haben. Vor den Häusern singen die Kinder „Wir kommen daher aus dem Morgenland“, tragen die Geschichte der Heiligen Drei Könige vor und schreiben mit Kreide ihren Segenswunsch „C+M+B“ für „Christus mansionem benedicat“ (Gott segne dieses Haus) an die Türrahmen. Die vier Zweitklässler sind sich einig: Gerade die älteren Menschen sind dankbar für den Besuch der Kinder.

Wer den freien Sonntag opfere, um bei winterlichen Temperaturen Geld für Bedürftige zu sammeln, habe Anerkennung verdient, stellt Jugendreferentin Katrin Kreuer fest, die die Büdericher Sternsingeraktion bereits seit drei Jahren organisiert.

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