Das Dach der Forstenberg-Halle ist undicht, die Sanierungsarbeiten können wegen des Wetters aber nicht beginnen.

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Die Handballer von Treudeutsch Lank leiden unter den widrigen Bedingungen in der Forstenberg-Halle.

Die Handballer von Treudeutsch Lank leiden unter den widrigen Bedingungen in der Forstenberg-Halle.

Der TuS Bösinghoven würde seinen Titel am Wochenende gerne verteidigen. Archiv-

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Die Handballer von Treudeutsch Lank leiden unter den widrigen Bedingungen in der Forstenberg-Halle.

Lank. Die Stadtmeisterschaft im Hallenfußball ist traditionell der erste Termin im neuen Jahr, der die Massen in Meerbusch mobilisiert. An zwei Tagen sollen am kommenden Wochenende wieder die ersten und zweiten Mannschaften sowie die Alten Herren der sechs Fußballvereine ihre Meister ermitteln.

Veranstalter ist der FC Adler Nierst. Der Klub will die drei Turniere in der Forstenberg-Halle in Lank durchführen – was allein schon deswegen Sinn zu machen schien, da am Samstag parallel die Stadt zum Neujahrsempfang in das Meerbusch-Gymnasium einlädt. Im Vorjahr fanden die Stadtmeisterschaften zeitgleich und direkt nebenan in der Sporthalle des Strümper Gymnasiums statt und es knubbelte sich bei der Anfahrt zwangsläufig.

Reparaturauftrag wurde bereits vor mehreren Wochen erteilt

Das Problem: Das Dach der Forstenberg-Halle ist undicht. Das ist es immer wieder seit dem Bau der Sporthalle vor 18 Jahren und der ungewöhnlichen Dachkonstruktion geschuldet. Der Reparaturauftrag sei bereits vor Wochen erteilt worden, doch die Dachdecker könnten bei den Witterungsbedingungen ihre Arbeit nicht in Angriff nehmen, erklärt Claus Klein vom Service Immobilien der Stadt.

„Selbst wenn der Schnee allmählich taut, ist auf dem Dach auf jeden Fall noch eine dicke Eisschicht vorhanden. Da schickt man keinen Arbeiter hoch“, bekräftigt Klein. Außerdem benötigten die Dachdecker wegen der speziellen Giebel aus Zinkblech dauerhaft eine Temperatur von über fünf Grad Celsius.

Und das kann dauern, weiß auch Sören Daft, Hallenbeauftragter des Hauptnutzers Treudeutsch Lank. Diverse Handballspiele seien in der Vergangenheit bereits ausgefallen, weil es auf die Spielfläche getropft hätte – neben einigen Jugendpartien auch eine Begegnung der Damen in der Oberliga.

Treudeutsch-Pressewart Klaus Trautmann war dabei, als es beim letzten Spiel des Jahres der Herren zehn Minuten vor dem Ende wieder anfing, von der Decke zu nieseln. „Die Schiedsrichter haben beide Augen zugedrückt und die Partie nur nicht abgebrochen, weil wir immer wieder gewischt haben“, erinnert sich Trautmann.

Besserung sei eintreten, als eines der Giebelfenster mit einer Art Schürze verkleidet wurde, erklärt Sören Daft. „Doch für mehr fehlte der Stadt dann das Geld, und so wurde das Problem nur in seinen Ausmaßen verringert, nicht aber beseitigt.“ Doch bei Treudeutsch zeigte man sich nach dem letzten Vorfall erfinderisch und dichtete das defekte Dach mit einer Folie provisorisch ab.

Adler wollen Titelkämpfe auf jeden Fall in Lank austragen

Genau darauf bauen nun die Adler aus Nierst, denn die Titelkämpfe sollen auf jeden Fall in der Forstenberg-Halle ausgetragen werden. „Darauf haben wir uns eingestellt, jetzt kurzfristig umzudisponieren, wäre für uns als kleiner Verein mit einem enormen Aufwand verbunden“, sagt Pressesprecher Stephan Neuhausen. Tore, Banden und der komplette Gastronomiebereich müssten von Lank nach Strümp transportiert werden.

Doch ob die provisorische Planen-Lösung nach den teils heftigen Schneefällen im Dezember das Wochenende tatsächlich überdauert, bezweifelt Daft. Der Samstag mit den Turnieren für die Reserveteams und die Alten Herren werde zeigen, ob die Forstenberg-Halle im Inneren trocken bleibt. Gut möglich, dass Spieler und Zuschauer dann am Sonntag vor dem eigentlichen Höhepunkt der Stadtmeisterschaft vor verschlossenen Türen stehen.

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