Der Werbe- und Interessenring lockt tausende Besucher zum Handwerker- und Bauernmarkt.

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Der Uhrmacher hat ein sonniges Plätzchen auf der Meerbuscher Straße.

Der Uhrmacher hat ein sonniges Plätzchen auf der Meerbuscher Straße.

Der Uhrmacher hat ein sonniges Plätzchen auf der Meerbuscher Straße.

Osterath. Vor der Sonne können die Besucher des Handwerker- und Bauernmarkts gestern auf ein schattiges Plätzchen vor der Eisdiele oder den Kneipen fliehen - oder sich einen luftigen Sonnenhut keck aufs Haupt setzen: Der Stand des Neusser Huthauses ist ebenso umlagert wie die Sonnenbrillen-Auslage ein wenig weiter.

Gut gelaunt schlendern die Besucher über die Meerbuscher bis zur Hochstraße, probieren Bachers süße Erdbeeren, eine fruchtig-frische Marmelade aus Utes Gemüsescheune oder den Blechkuchen aus Annas Café.

Gegenüber in der Mohren-Apotheke versucht Wibke Kohl, Kindern die Angst vor Zäpfchen zu nehmen, indem sie entsprechende Plastikförmchen mit heißer Schokolade füllt.

Nach 10 Minuten im Eisschrank - in der Zwischenzeit können sich die Erwachsenen einer Hautanalyse unterziehen und passgenau ihre Creme mischen lassen - schmecken diese Zäpfchen wunderbar.

Zwischendrin und nicht zuletzt stellen sich die örtlichen Handwerker vor: Die Dichtigkeit der Kanalrohre will Heinz Schmitz prüfen, Thomas Wilken Malerarbeiten ausführen und sein Kollege Hüsges Schimmel austrocknen. Hinter Stahltor- und Markisen-Modellen haben die Roten Friderizianer des Regiments von Hardenberg ihr Zelt aufgeschlagen.

Die Truppe um Zugführer Stefan Mosch, in detailgetreu rekonstruierte Gewänder gekleidet, sucht Verstärkung: Zwei Bewerber bestehen die Musterung vor der Kirche, werden für fünf Taler freigekauft und gegen Kost und Logis Eigentum des Regiments.

Moderator Burkhard Brings kommentiert nicht nur dieses Spiel, sondern auch das Programm auf der Bühne. Das ist bei der fetzigen Gruppe Tune Up manchem Besucher zu rockig, doch das Jugendblasorchester der Musikschule, Sax und Gedöns sowie der Gospelchor Cheerful Voices und die Querflötengruppe von Music Art versöhnen die Freunde milderer Töne.

Als musikalischer Höhepunkt erweisen sich die Roomers aus Düsseldorf. Nur mit Cajon statt Schlagzeug sowie zwei akustischen Gitarren spielen sie im Rahmen der Music-Award-Verleihung gegen 16.30 Uhr sozusagen zu Ehren des Preisträgers Uli Luciano.

Der mit 750 Euro dotierte Preis, den Rock am Turm vergibt, würdigt das Engagement des Rock-Musikers und Lehrers der Hauptschule in Osterath.

Auf der Kaarster Straße wirbt derweil Grafiker Helmut Krüger mit einem Querschnitt eigener Arbeiten für die Sommerakademie. Schräg gegenüber freut sich Franc Dorfer als Geschäftsführer der Stiftung Haus Meer über das Interesse vieler Besucher, die von Bildern des Parks ins Ausstellungszelt gelockt werden. Tenor dort: "Es wird Zeit, dass mit dem Gelände etwas passiert."

Thomas Gabernig, Vorsitzender des Werbe- und Interessenrings (WIR), ist am Ende zufrieden - weil viele Kollegen es auch sind. Die Platzierung der Bühne auf dem Kirchplatz habe sich bewährt. Auch das Weingut Kronenhof aus Norheim, ältester Weinort an der Nahe, komme bei seiner Premiere in Osterath an: "Die haben glaube ich keine Flasche mehr", sagt Gabernig lächelnd.

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