Die 38-jährige Juristin ist in Meerbusch als sachkundige Bürgerin in verschiedenen Ausschüssen aktiv.

Meerbusch. Wenn am Freitag die Liberalen im Rhein-Kreis Neuss einen neuen Vorstand wählen, tritt auch eine Meerbuscherin für einen Vorstandsposten an: Silvelyn Pooth. Die 38-jährige promovierte Juristin engagiert sich seit rund einem Jahr als sachkundige Bürgerin der FDP in verschiedenen Meerbuscher Ausschüssen, gilt als Expertin auf dem Gebiet des deutschen und europäischen Kartellrechts, führt eine eigene Anwaltskanzlei – und ist die Schwägerin von Verona Pooth, vormals Feldbusch.

Bislang war der Meerbuscher Liberale Klaus Schmidt-Menschner einer der insgesamt drei Vize-Vorsitzenden der Kreis-FDP. Schmidt-Menschner kandidiert nicht mehr. Seine Stelle möchte nun am Freitag Silvelyn Pooth einnehmen. „Ich interessiere mich schon seit geraumer Zeit für Politik“, sagt die gebürtige Düsseldorferin. Als sie vor gut vier Jahren nach Meerbusch zog, nahm sie Kontakt zu den Meerbuscher Liberalen auf. „Mir gefällt die sachliche Arbeit in Meerbusch; das unterscheidet sich von der Politik in Düsseldorf.“ Dort gebe es mehr „Stammtischgerede“.

Seit Mitte 2014 nimmt die Wahl-Büdericherin als sachkundige Bürgerin für die FDP an den Sitzungen von Bau- und Umweltausschuss, Kulturausschuss, Sozialausschuss, Planungsausschuss und Schulausschuss teil.

„Ein Herzensanliegen ist mir die soziale freie Marktwirtschaft. Da ist mir in Deutschland derzeit vieles zu überreguliert.“

Silvelyn Pooth

Als Rechtsanwältin berät und vertritt die verheiratete Mutter einer Tochter Unternehmen in Fusionskontrollverfahren und Verfahren wegen Verstößen gegen das Kartellverbot sowie in Bußgeld- und Missbrauchsverfahren. Das gestern vorgestellte neue Logo der FDP findet sie gut: „Die Partei ist gerade in der Situation, sich neu aufzustellen. Das neue Logo sorgt für Aufmerksamkeit. Wichtiger ist freilich: Der Schwerpunkt muss auf den Inhalten liegen: Wofür steht die FDP?“

Und wofür steht Pooth? „Ein Herzensanliegen ist mir die soziale freie Marktwirtschaft. Da ist mir in Deutschland derzeit vieles zu überreguliert. Wir brauchen mehr freien Wettbewerb, der aber sozial bleiben muss.“

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