Die Besucher sahen beim Schützenfest in Bösinghoven einen Umzug der Superlative. Der Grund für das große Aufgebot war die Mitgliedschaft von Klaus I. im Schützenverein Krefeld-Fischeln.

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König KlausI.Höttges und seine Königin Tina ließen sich am Sonntag in Bösinghoven feiern.

König KlausI.Höttges und seine Königin Tina ließen sich am Sonntag in Bösinghoven feiern.

Marc Ingel

König KlausI.Höttges und seine Königin Tina ließen sich am Sonntag in Bösinghoven feiern.

Ossum-Bösinghoven. Klaus I. Höttges ist ein Mann, der kräftig aufs Tempo drückt. Vor gerade einmal drei Jahren war der 43-jährige Mitgründer seines heute zwölf Mann starken Rebellenzugs und wurde kurzum zum Rebellenführer gewählt. Vor 18 Monaten ergriff der Rebell dann die Macht über ganz Bösinghoven und wurde neuer König der St.-Pankratius-Schützenbruderschaft.

Das Wochenende war für Höttges nun der Lohn seines langen Feldzugs. Doch wer dachte, der König würde sich auf seinen Lorbeeren ausruhen, der sah sich getäuscht.

Der royale Rebellenführer bescherte Bösinghoven am Sonntagnachmittag vielmehr einen Umzug der Superlative. Brudermeister Willi Peters zeigte sich  am Sonntag begeistert: "Wir haben in unserer Bruderschaft 13 Kompanien mit 225 Schützen. Dieses Jahr nehmen aber acht weitere Kompanien an dem Umzug teil."

Durch die Straßen Bösinghovens marschierten Fußtruppen, Reitergruppen, Fahnenschwenker und Artillerie. Im Stechschritt zogen die Kompanien bei der Parade am späten Nachmittag an ihrem König vorüber.

Der Grund für das große Aufgebot war die Mitgliedschaft von Klaus I. im Schützenverein Krefeld-Fischeln. "Dort bin ich in der vierten Kompanie. Schützenkönig wollte ich aber immer in Bösinghoven werden", versichert Höttges.

Das ganze Königshaus ist fest in Familienhand

Dass er seinen Wunsch jetzt in die Tat umsetzte, hat für den dreifachen Vater einen simplen Grund: "Ich habe solange gewartet, bis meine Töchter Janine (19), Jacqueline (17) und Isabelle (14) alt genug sind, um meine Hofdamen zu werden." Zusammen mit Ehefrau Tina verköstigten sie am Sonntagmorgen in der Königsburg die Schützen mit Kaffee und belegten Brötchen.

Schon die Auftaktveranstaltung am Freitagabend übertraf alte Dimensionen. DJMarc Pesch lockte über 700 junge und alte Gäste ins Festzelt. Der bunte Partymix aus allen Generationen ließ auch Brudermeister Willi Peters nicht kalt: "Es war sehr viel mehr los als in den letzten Jahren."

Ein ökumenischer Gottesdienst und die Kranzniederlegung am Ehrendenkmal in Ossum sorgten am Samstagnachmittag für besinnliche Momente, bevor die Schützen ihr Weg wieder ins Festzelt führte.

Auszeichnung für verdiente Schützenbrüder

Hier standen dann vor allem zahlreiche Ehrungen auf dem Programm. Der schwarze Husar Daniel Peters erhielt als scheidender König das silberne Verdienstkreuz und Hans Schumacher von den Schill Offizieren den hohen Bruderschaftsorden. Eine besondere Auszeichnung gab es für Karl-Heinz Teeuwen.

Der zweite Brudermeister erhielt das St.Sebastianus-Ehrenkreuz. Ebenfalls für besondere Verdienste wurden Johannes Peters, Andreas Maaßen und Franz-Josef Opteroodt ausgezeichnet.

Am Montag  um 18 Uhr beginnt die letzte Parade vor dem Pfarrzentrum, um 20 Uhr dann der Krönungsball im Festzelt.

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