Die Stadt hat das Absperren des Schützenfestes abgetreten. Doch die Schützen sagen: Das hat nicht gut funktioniert.

Meerbusch. Rund ein halbes Jahr nach dem Büdericher Schützenfest hat die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Bilanz gezogen. Dabei musste sie feststellen, dass die ihr und den Schützen- und Heimatvereinen von der Stadt übertragene Aufgabe, das Absperren und Ausschildern der Zugwege zu übernehmen, nicht gut funktioniert hat. „Der Aufwand in Büderich ist enorm hoch. Das ist für uns in Eigenregie schwer zu meistern“, teilte Peter Gröters, Vorsitzender der Büdericher Schützenbruderschaft, mit. Deshalb bittet er nun die Verwaltung um Hilfe. Die Schützen möchten, dass die Maßnahmen künftig wieder von der Stadt übernommen werden – wie es bis 2013 war. Schließlich sei das auch so die gängige Praxis in den Nachbarstädten wie Kaarst und Neuss.

Die Stadt hatte den Aufwand als zu hoch empfunden

Stadtsprecher Michael Gorgs bestätigte, dass die Anfrage bei der Stadtverwaltung eingegangen sei. Er gab zudem an, dass sie bislang nicht bearbeitet worden ist. Gorgs betonte dennoch: „Die Absperrung und Ausschilderung der Zugwege wurde den Vereinen im vergangenen Jahr generell übertragen, weil die Aufwände – speziell an den Wochenenden – mit dem Personal des Bauhofes nicht mehr leistbar waren.“

Ähnliches empfinden jedoch auch die Schützen. Deshalb hatte die St.-Sebastianus-Bruderschaft bereits über einen externen Dienstleister nachgedacht. „Das wäre aber für uns finanziell nicht machbar. Wir müssten dafür rund 9000 Euro aufbringen“, teilte Gröters mit. Dies sei nicht machbar, da seit dem Loveparade-Unglück 2010 in Duisburg die Sicherheitsvorkehrungen enorm erhöht worden sind und somit bereits ein externer Securitydienst, Sanitäter und Reinigungspersonal bezahlt werden müssen. Darüber hinaus kommen Kosten für Bands, Versicherungen und Gema-Gebühren hinzu. „Die Gesamtsumme beläuft sich auf einen sechsstelligen Betrag“, teilte Gröters mit. Deshalb hatten sich Mitglieder der Bruderschaften und Schützenvereine in diesem Jahr zu Verwaltungshelfern schulen lassen, und wurden beauftragt, die nötige Beschilderungen und Absperrgitter beim Bauhof abzuholen und anschließend wieder zurückzubringen. Doch der zeitliche Aufwand war für die Schützen sehr hoch.

Auch die logistische Planung funktionierte nicht sehr gut

„Das es eine erhebliche Menge an Schildern und Absperrgitter waren, mussten wir auf Leihfahrzeuge zurückgreifen“, teilte Gröters mit. Zudem bemängelte der Vorsitzende, dass am Bauhof nicht alles zur Verfügung stand, was abgesprochen war. „Es fehlten Absperrblöcke mit ,Durchfahrtverbots-’ beziehungsweise ,Anlieger frei’-Beschilderungen.“ Darüber hinaus mussten die Schützen selber Schilder mit etwa zeitlichen Begrenzungen erstellen, laut Gröters, der sich noch einmal an die Stadt wendet: „Wir bitten die Verwaltung dies noch einmal zu überdenken und 2015 wieder den Bauhof mit der Aufgabe der Absperrung und Beschilderung des Schützen-und Bürgerfestes zu betrauen.“

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