Der Kindergarten Maxi-Mo im Großisselhof ist bilingual.

Der Spaß kommt bei Angela Huberti (l.) und Stefanie Kleine offensichtlich nicht zu kurz.
Der Spaß kommt bei Angela Huberti (l.) und Stefanie Kleine offensichtlich nicht zu kurz.

Der Spaß kommt bei Angela Huberti (l.) und Stefanie Kleine offensichtlich nicht zu kurz.

Ingel

Der Spaß kommt bei Angela Huberti (l.) und Stefanie Kleine offensichtlich nicht zu kurz.

Büderich. Vor rund 18 Monaten wurde der private Kindergarten Maxi-Mo in der ehemaligen Galerie im Großisselhof eröffnet. Das pädagogische Förderkonzept scheint bei den Eltern anzukommen, Plätze sind ab dem Sommer nur noch in der Gruppe mit den unter Dreijährigen zu bekommen. „Wir wollten langsam wachsen und das hat bisher gut geklappt“, sagt Leiterin Angela Huberti, die in Niederkassel bereits eine Einrichtung betreibt.

Dort werden ausschließlich Kinder bis zu drei Jahren betreut. Das großzügige Haus im Büdericher Landschaftschutzgebiet mit zehn unterschiedlich genutzten Räumen ist hingegen zweigeteilt: Im Erdgeschoss kümmern sich zwei Erzieherinnen und eine Kinderpflegerin um die Kinder ab vier Monaten, in der oberen Etage können sich die Drei- bis Sechsjährigen mit zwei weiteren Erzieherinnen ausbreiten.

Vermieter war von der Idee sofort begeistert

„Wir haben hier enorm viel in Eigenarbeit geleistet“, sagt die Büdericherin, die Unterstützung von ihrer Mutter und ihrem Freund („Der ist Schreiner“), aber auch von vielen Nachbarn erhielt: Ein Bauer bewies sein handwerkliches Geschick im Garten, eine Schäferin malte in einem der Spielzimmer ein wunderschönes Wandbild. Und auch Vermieter Friedrich Freiherr von der Leyen konnte Huberti von ihrer Idee sofort begeistern.

Der Kindergarten Maxi-Mo unterscheidet sich von anderen Einrichtungen nicht nur durch den Betreuungsschlüssel – einer Gruppe gehören in der Regel zwischen zehn und 15 Kinder an – auch konzeptionell versucht sich das Team um Angela Huberti abzuheben.

Im Stuhlkreis nach der Bringphase der Eltern zwischen 8 und 9 Uhr findet die Begrüßung statt, das anschließende Frühstück ist nicht nur gesund, es wird auch auf Tischkultur geachtet. „Davon sind die Eltern begeistert“, sagt die junge Mutter einer Tochter, die sich nach der Geburt etwas aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat.

Im Anschluss beginnen die auf Lernmodulen basierenden Angebotsphasen, wobei Kinder nicht gezwungen werden, teilzunehmen. „Die Erfahrung zeigt, dass die Neugier zumeist obsiegt. Wenn ein Kind aber beispielsweise keine Lust hat, mit Fingerfarben zu malen, dann kann es seinem Spieldrang auch ungestört freien Lauf lassen.“

Der Tagesablauf der Kinder ist ritualisiert

Wichtig: Der Tagesablauf ist in bestimmten Punkten bei den jüngeren wie den älteren Kindern ritualisiert. „Das gibt ihnen Sicherheit“, erklärt die 38-Jährige, die zudem auf einen intensiven Austausch mit den Eltern baut.

Eine Vorstellung der Eltern wurde aufgegriffen. Die Kinder ab drei Jahren werden bilingual betreut. Das funktioniert nach dem Immersion-Prinzip: Die pädagogische Leiterin Stefanie Kleine spricht mit den Kindern nur Englisch. Die Kinder antworten zwar auf Deutsch, lernen aber sukzessive Schlüsselwörter, später ganze Sätze und können im Optimalfall mit sechs Jahren annähernd fließend Englisch sprechen.

„Vieles funktioniert anfangs über Gestik und Mimik“, erläutert Kleine. „Oft helfen aber auch die älteren den jüngeren Kindern. Die sind dann natürlich mächtig stolz.“ Früh ein Gefühl für Sprache zu entwickeln und unbefangen mit ihr umzugehen – das ist das Ziel bei Maxi-Mo. „Wir versuchen stets die Balance zwischen pädagogischen Zielen, liebevoller Betreuung und den Wünschen der Eltern zu halten“, unterstreicht Huberti.

Die Kinder können bis 14 oder 16 Uhr in der Einrichtung bleiben. Versuche, bis 18 Uhr oder am Wochenende zu öffnen, seien auf zu wenig Interesse gestoßen, sagt Huberti, die zwar einräumt, dass ihre Preise „nicht von schlechten Eltern“ seien. „Aber dafür finanzieren wir uns auch komplett selbst.“

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