In Nierst herrschte am Montag wieder Ausnahmezustand.

Rosenmontagszug
Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Der sich drehende Kobold ist einer der Hingucker in Nierst. Prinz Christian Bongartz ist traditionell zu Fuß unterwegs.

Marc Ingel, Bild 1 von 5

Rette sich, wer kann, die Orks sind da. Doch die Schauergestalten lassen die Nierster kalt. Auch der Bus muss warten, wenn die Jecken kommen.

Nierst. Der Rosenmontagszug ist der unbestrittene Höhepunkt des närrischen Treibens in der Freien Herrlichkeit Nierst. In liebevoller Detailarbeit entstehen über Monate hinweg die 13 beeindruckenden Gefährte, auf denen die Jecken durch das Dorf ziehen, Kamelle werfen, Würste sammeln und vom Straßenrand gereichte Kurze vertilgen.

Einzige Konstante des Zuges ist der Wooschtwagen, auf dem fleißige Helfer meterweise Bratwürste sammeln, die am Abend im Zelt gemeinsam verspeist werden. Das Kinderprinzenpaar Lukas Bongartz und Antonia Frangen bereist auf einem täuschend echt wirkenden Deutz-Trecker sein Reich. Die Dampflok „Dicke Hanni“ ist eine echte Konkurrenz zum Hogwarts-Express. Ein Hingucker ist auch eine schaurige Orkherde, die sich um ihren Keulen schwingenden Pappmaché-Anführer mit seinem großen Katapult schart. „Das funktioniert alles“, preist Ork Rene Gotzen die technische Meisterleistung und demonstriert die Beweglichkeit der Holzkonstruktion.

Feuer spuckender Drache im friedlichen Auenland

Noch bedrohlicher wirkt ein schwarzer Drache vor einem halb abgebrannten Bauernhaus. „Dä Drache kütt, fott is die Hütt“, fassen die Wagenbauer das Szenario kompakt zusammen. Aber auch auf einen Ausflug in das friedliche Auenland samt Hobbit-Haus mit der charakteristischen runden Tür laden die Narren ein.

Nicht ganz so nah am Märchen-Motto, aber doch hübsch anzusehen sind das rollende Moulin Rouge mit heißer Partymusik und schrillen Tänzern, ein Irish Pub mit einem drei Meter hohen, sich drehenden Kobold im Goldkessel oder eine Arche Noah mit vielen possierlichen Tierchen im Ganzkörperkostüm.

Politisch gemeint ist die Anspielung auf die neue Bushaltestelle Nierst Kirche. Ein Wagenbautrupp hat eine täuschend echte Replik in „Meerbusch-Blau“ inklusive Mülleimer und Fahrplan auf einen Hänger gezaubert – fast schöner als das Original und viel flexibler.

Am Dienstag ist die ganze Pracht bereits vorbei, die Wagenbauer machen sich daran, ihre Kunstwerke abzubrechen, um auf ihren Wagen Platz für die Attraktionen des nächsten Jahres zu schaffen.

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