Drei Menschen mussten verletzt ins Krankenhaus.

Rhein-Kreis Neuss. Das Orkantief Xynthia hat Polizei und Feuerwehr am Sonntag in Atem gehalten: Allein in der Zeit von 13 bis 17 Uhr gab es im Rhein-Kreis Neuss insgesamt 110 durch den Sturm bedingte Einsätze.

Der Orkan forderte bis zum frühen Abend drei Verletzte. Auf der Kaarster Straße in Neuss wurden zwei Fußgänger von umher fliegenden Teilen einer Leuchtwerbung getroffen und verletzt. Sie mussten zur Behandlung in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht werden.

In Rommerskirchen-Vanikum wurde ein Mann von herab fallenden Dachziegeln so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus musste.

Sturm entwurzelt zahlreiche Bäume und deckt Dächer ab

Der Orkan wütete im ganzen Kreisgebiet: Er entwurzelte zahlreiche Bäume, deckte Dächer ab und stürzte Bauzäune und Verkehrsschilder um. Müll aus umgestürzten Tonnen flog durch die Luft.

Durch herabfallende Äste oder umgestürzte Bäume wurden Oberleitungen der Bahnstrecken und Hochspannungsleitungen in Mitleidenschaft gezogen, so dass auch der Bahnverkehr stark betroffen war.

Bei Polizei und Feuerwehr gingen am laufenden Band Meldungen zum Sturm ein. Die Helfer sicherten in den meisten Fällen die Gefahrenstellen ab, die durch umgestürzte Bäume und andere Hindernisse auf den Straßen entstanden waren.

Die Höhe der Sachschäden konnte die Polizei am Sonntag noch nicht abschätzen. Es zeichnete sich aber ab, dass im gesamten Kreisgebiet große Schäden entstanden sind.

Eine Windböe wehte auf dem Rhein bei Dormagen tonnenschwere Lukendeckel von Bord eines Schiffes. Die Aluminiumdeckel trieben am Sonntag zunächst auf dem Wasser und gingen dann unter, teilte die Polizei Duisburg am Montag mit.

Noch am Nachmittag sollte die Suche nach den versunkenen Deckeln gestartet werden. Der Sachschaden liegt bei etwa 30 000 Euro.

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