In Neuss und Dormagen versuchten Täter in der vergangenen Woche Bankdaten auszuspähen. Nicht nur an der Tastatur, auch am Karteneinzugsschacht hatten sich die Täter zu schaffen gemacht.

Das Bild zeigt, wie die Aufsätze auf Tastatur und Karteneinzug aussehen können.
Das Bild zeigt, wie die Aufsätze auf Tastatur und Karteneinzug aussehen können.

Das Bild zeigt, wie die Aufsätze auf Tastatur und Karteneinzug aussehen können.

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Das Bild zeigt, wie die Aufsätze auf Tastatur und Karteneinzug aussehen können.

Rhein-Kreis Neuss. Als Volkmar Ortlepp am Dienstag vergangener Woche seine Geheimzahl an einem Geldautomaten der Deutschen Bank eintippte, wurde er stutzig. Es schien, als befände sich eine dicke Folie über der Tastatur. Ortlepp informierte die Polizei und tatsächlich stellten die Beamten fest, dass der Geldautomat an der Bergheimer Straße in Neuss manipuliert worden war.

Drei Männer aus Osteuropa wurden festgenommen

Nicht nur an der Tastatur, auch am Karteneinzugsschacht hatten sich die Täter zu schaffen gemacht. "Bislang gibt es noch keine Erkenntnisse über Geschädigte", sagt Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Auch Hinweise auf den oder die Täter gibt es noch nicht. "Wir ermitteln", sagt Arnold.

Sicher scheint laut Polizei hingegen, dass der Neusser Fall nicht mit einem ähnlichen Vorfall in Dormagen in Zusammenhang steht. Dort bemerkte ein aufmerksamer Kunde am Samstagmorgen gegen 9.50 Uhr, dass sich die Abdeckung des Karteneinzugsschachtes bei einem Geldautomaten an der Kölner Straße abnehmen ließ.

Als die herbeigerufenen Beamten den Automaten genauer untersuchten, fiel ihnen in unmittelbarer Nähe der Bank ein grüner Opel Astra mit italienischem Kennzeichen auf. In dem Auto saßen drei junge Männer aus Osteuropa zwischen 21 und 26 Jahren. Bei der Durchsuchung der Personen und des Fahrzeugs fand die Polizei gleich mehrere Hinweise darauf, dass es sich bei den Männern um Personen handelte, die geheime Bankdaten von Kunden ausspähen.

Zudem ergaben sich auch Hinweise auf Taten in Monheim, Langenfeld und Duisburg. Die Ermittlungen ergaben, dass es dort tatsächlich zu so genannten "Skimming-Fällen" gekommen war.

Die drei Osteuropäer wurden noch am gleichen Tag dem Haftrichter vorgeführt. Er ordnete in allen drei Fällen Untersuchungshaft an. Die Polizei rät, beim Bedienen von Bankautomaten sehr genau auf Verdächtiges zu achten und gegebenenfalls die Mitarbeiter des Geldinstituts oder die Polizei zu informieren.

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