Jetzt auch Nachmittagsangebot für Grundschüler.

Die altehrwürdigen Mauern des Kreutzerhofes stammen zwar noch aus den vergangenen Jahrhunderten, doch dort tobt täglich das Leben. Denn Eva Klinkhammer hat den Hof ihrer Familie 1998 in einen privaten Kindergarten umgewandelt: „Damals starteten wir mit vier Kindern in einem Zimmer unterm Dach“, erinnert sich die Kita-Leiterin. Inzwischen sind es zwei große Kindergartengruppen mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren, die täglich den Hof mit seinen Winkeln, Verstecken und dem großen Obstgarten erkunden. Gemeinsam wird viel gespielt, aber auch musiziert, gemalt und gebastelt.

Neuer Verein will Kunst und Kinder gleichermaßen fördern

Aus dem musisch-kreativen Umfeld heraus stammt die Idee, noch mehr Leben von Außen auf den Kreutzerhof zu holen. So hat sich jetzt aus einer Initiative von Eltern, Erzieherinnen und der Schwester Eva Klinkhammers, Dorothee Weiers, der Kunstkreis Meerbusch/Düsseldorf e.V. gegründet. „Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Kunst und Kinder gleichermaßen zu fördern“, erklärt Klinkhammer.

Zum Ort der Begegnung soll dabei die Scheune auf dem Gelände werden. „Im Vorjahr hatten wir ein gemeinsames Kunstprojekt mit der Awo und waren lange auf der Suche nach einem geeigneten Ausstellungsraum in Büderich“, erklärt Katrin Petri, Erzieherin und Diplom-Kunsttherapeutin der Kita.

Mit Hilfe des Vereins soll nun die Scheune für Lesungen, Theater- und Musikausstellungen ausgebaut werden. Die ersten Projekte sind bereits in Planung. Gründungsmitglied des Kunstkreises, Gesine Wollburg, hat etwa Kontakte zu einem Schauspieler aufgenommen, der mit den Kindern ein Theaterstück einstudieren will. Patenschaften mit Kultureinrichtungen sowie Ausstellungen sind ebenfalls in Planung. „Die Nähe zu Düsseldorf erlaubt uns, auch dort interessante Partner zu finden“, sagt Klinkhammer. „Wir freuen uns auf mehr Öffnung nach Außen.“

Kinder sollen ganzheitlich und handlungsorientiert lernen

Ab sofort bietet der Kreutzerhof ein zusätzliches Nachmittagsgebot für Grundschulkinder an. Die gelernte Grundschullehrerin entwickelte ein Konzept, das Hausaufgabenbetreuung, Lerneinheiten, Freizeitangebote und nachschulische Förderung umfasst. Wie in der Kita stehe auch bei den Schulkindern ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen im Vordergrund. Ein Zusatzangebot, das Klinkhammer zu noch mehr beflügelt: „Mein Traum ist es, auf dem Kreutzerhof eine Grundschule zu gründen.“

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