Das von der Politik ausgewählte Siegerkonzept sieht eine ungewöhnliche Mischung aus Sozialwohnungen und Eigentumswohnungen vor.

Die Architekten zeigen: Zwei Wasserbecken soll es künftig auf dem Gelände geben.
Die Architekten zeigen: Zwei Wasserbecken soll es künftig auf dem Gelände geben.

Die Architekten zeigen: Zwei Wasserbecken soll es künftig auf dem Gelände geben.

Die Architekten zeigen: Zwei Wasserbecken soll es künftig auf dem Gelände geben.

Entlang der Moerser Straße entstehen Sozialwohnungen, dahinter insgesamt fünf ebenfalls dreigeschossige Gebäude. Von außen sollen sich Sozialwohnungen nicht von frei finanzierten unterscheiden.

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Die Architekten zeigen: Zwei Wasserbecken soll es künftig auf dem Gelände geben.

Acht Jahre nach der Aufgabe des Standorts und einer ersten gescheiterten Ausschreibung soll der Alte Bauhof jetzt ein neues junges Gesicht bekommen. Seit Dienstag sind im Technischen Dezernat in Lank die drei erstplatzierten Bieter-Entwürfe zur Bebauung und Neugestaltung des 7755 Quadratmeter großen Geländes in Büderich ausgestellt. Die Idee, die das Siegerkonzept aus der Sicht von Politik, Verwaltung und externen Experten am besten umsetzt und vereint, trägt den Namen „gute Mischung“.

Gemeint ist eine für Meerbusch bislang außergewöhnliche Zusammensetzung aus öffentlich geförderten und preisgedämpften Miet- sowie frei finanzierten und qualitativ hochwertigen Eigentumswohnungen, die zusammen ein in sozialer und demografischer Hinsicht ausgewogenes Quartier formen sollen.

„Dieser Aspekt war der Stadt besonders wichtig“, betonte Michael Assenmacher, Technischer Beigeordneter im Meerbuscher Rathaus, bei der Präsentation. Insgesamt werden entlang der Moerser Straße und an der Straße Am Pützhof 100 Wohnungen entstehen, 66 davon werden öffentlich gefördert sein.

Um die Vergabe hatte es zunächst Verwirrung gegeben

Die Kueppers Living Immobilienentwicklung, der Bauverein Meerbusch und die GWG Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für den Kreis Viersen bilden dafür eine Bietergemeinschaft, mit der Planung beauftragt sind die Architekturbüros RKW Rhode Kellermann Wawrowsky und JEP Jansen, Ergoecmen & Partner. Um die Vergabe hatte es zuletzt Irritationen gegeben, weil das Büro RKW den Wettbewerbssieg bereits Ende Oktober im Internet verkündete – noch bevor eine Findungskommission, der Planungsausschuss und der Stadtrat die Entscheidung offiziell gefasst hatten. Mitbewerber und Entwickler Joachim Grunsch fordert deshalb, dass das Projekt nochmal einmal neu ausgeschrieben wird. Michael Assenmacher sieht dafür keine Veranlassung: „Die Sache ist unglücklich gelaufen, aber es wurde nichts gemauschelt“, sagt er. „Entscheidend waren zu jeweils 30 Prozent die Kriterien Kaufpreis und sozialer Wohnungsbau und zu 40 Prozent die planerische Qualität.“ Und die, betont der Planungsdezernent, sei im Siegerentwurf besonders gelungen.

Heißt konkret: Entlang der Moerser Straße entsteht ein „Gebäuderiegel“ mit öffentlich geförderten Wohnungen. „Dahinter“, sagt Jörg Weitzel, geschäftsführender Gesellschafter bei Kueppers Living, fügt sich eine etwas gehobenere, lockere Bebauung mit zwei Wasserbecken und „parkähnlichem Grün“ in die dörfliche Siedlungsstruktur ein.“ „Parkterrassen Meerbusch“ lautet der Name des „Kueppers Living“-Teilprojekts, zwischen 70 und 220 Quadratmeter groß sollen dort die Wohnungen sein. Bauverein und GWG planen mit Einheiten „in mittlerer Größe“. „Die Kaltmiete“, sagt GWG-Vorstand Diether Thelen, „wird bei 5,75 Euro liegen. Entscheidend ist aber: Von außen wird kein Unterschied zwischen sozialem und frei finanziertem Wohnungsbau erkennbar sein.“ Baustart für das Großprojekt soll Anfang 2018 sein, die Bauzeit wird derzeit mit etwa zwei Jahren kalkuliert, insgesamt werden etwa 25 bis 30 Millionen Euro verbaut.

Die Stadtplanerinnen Kirsten Steffens und Petra Fischer stehen im Technischen Dezernat in Lank mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr zur Verfügung. Am 21. Januar, 10 bis 13 Uhr, sind die Entwürfe auch im Verwaltungsgebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz zu sehen.

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