Förderverein finanziert neue Bücherei in der Realschule.

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Die Studenten Aleksandra Jablanovic, Moritz Schmidt und Melanie Wichert (v.l.) haben die Schulbücherei als Impuls konzipiert.

Die Studenten Aleksandra Jablanovic, Moritz Schmidt und Melanie Wichert (v.l.) haben die Schulbücherei als Impuls konzipiert.

Die Studenten Aleksandra Jablanovic, Moritz Schmidt und Melanie Wichert (v.l.) haben die Schulbücherei als Impuls konzipiert.

Osterath. Alles ist neu in der Bücherei der Realschule. Der Mief von 40 Jahren Nutzung hat sich verzogen, es gibt doppelt so viel Platz wie vor der Renovierung, es sieht moderner, farbiger und insgesamt freundlicher aus. Mit einer kleinen Feier weihten Schüler, Lehrer und Eltern das Prunkstück der Schule in Osterath am Mittwochabend ein.

Bereits 2005 reifte nach einer Umfrage des Fördervereins unter den Schülern die Erkenntnis, dass mit einer derart antiquierten Bücherei Lesen und Lernen eine Zumutung sei.

"Wir haben dann in Abstimmung mit der Schulleitung die Fachhochschule in Düsseldorf gewinnen können, für die Neugestaltung einen Wettbewerb unter Architektur- und Design-Studenten im Rahmen einer Semesterarbeit durchzuführen", sagt Ulrich Krieger vom Förderverein rückblickend.

Zehn Arbeiten gingen ein. Der klare Sieger war der Entwurf "Impuls" von Aleksandra Jablanovic, Moritz Schmidt und Melanie Wichert.

Das Konzept: Statt in Regalen lagern die Bücher in ausziehbaren Wandschränken, nur die oberste Reihe mit aktueller Literatur ist sichtbar. Mittelpunkt des Raums ist ein Sitzkreis, um den farbig Hocker gruppiert sind.

Doch der Lese-Impuls soll auch außerhalb der Bücherei wirken, Spruchbänder und Zitate ("Nice to read you") finden sich im gesamten Schulgebäude auf dem Boden wieder, breiten sich wie Schallwellen um die Bibliothek herum aus und weisen so indirekt den Weg in das Lesezentrum.

"Es hat seine Zeit gebraucht. Wir mussten ja auch alles so preisgünstig wie möglich realisieren, haben viele Leute, Sponsoren wie Handwerker, bekniet, uns zu unterstützen. Doch es hat sich gelohnt", erzählt Krieger.

Letztlich sei es auch gelungen, die Kosten in Grenzen zu halten. "Bei der Erst-Kalkulation sind wir noch von 70 000 Euro ausgegangen. Am Ende steht vorne nur noch eine Fünf", sagt der Fördervereins-Vorsitzende Uwe Schweitzer.

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