Carat plant 1-Megawatt-Anlage für sein Planungsgebiet.

Das Kraftwerk soll neben dem Frischemarkt liegen und mit Holzschnetzeln betrieben werden.
Das Kraftwerk soll neben dem Frischemarkt liegen und mit Holzschnetzeln betrieben werden.

Das Kraftwerk soll neben dem Frischemarkt liegen und mit Holzschnetzeln betrieben werden.

dpa

Das Kraftwerk soll neben dem Frischemarkt liegen und mit Holzschnetzeln betrieben werden.

Osterath. In der Sitzung des Planungsausschusses präsentierte die Firma Carat (Oberhausen) am Dienstagabend ihr Konzept zur Errichtung eines Blockheizkraftwerks auf dem ehemaligen Ostara-Gelände in Osterath.

Just Gérard, der Technische Dezernent der Stadt Meerbusch, unterstrich, dass der Austausch nur ein Arbeitsgespräch unter Beteiligung des Investors mit den Schwerpunkten Ökologie, regenerative Energien und Nachhaltigkeit sein solle.

Bernd-Martin Koch von der Firma Carat stellte einen Entwurf vor, der nach seiner Meinung den von den Politikern geforderten ökologischen Schwerpunkten gerecht wird.

Dessen zentraler Punkt ist die Errichtung eines Biomasse-Heizkraftwerks, das mit so genannten Holschnetzeln gespeist wird, eine Leistung von einem Megawatt liefert und durch die Verbrennung fester Biomasse elektrische Energie erzeugt. Darüber hinaus produziert es Wärme, die als Fern- oder Nahwärme genutzt werden kann.

Ostara-Investor: Alles liegt in einer Hand

Die Brennstoffe werden in der CO2-Bilanz als neutral bezeichnet, da die Verbrennung nur das beim Erzeugen aufgenommene CO2 abgebe. Eine Anlage dieser Art und Größe "hätte in Deutschland den Charakter eines Pilotprojektes", so Koch.

Möglich sei dies durch den "Glücksfall, dass alles in der Hand eines Investors sei". Das Kraftwerk würde eine jährliche CO2-Einsparung von 6000Tonnen ermöglichen.

Gero Ferges (Firma Pyrogas) erläuterte, dass die verwendeten Holzschnetzel als Abfallprodukt der Holz- und Möbelindustrie ausreichend verfügbar seien. Das Brennmaterial würde mit Lastwagen angeliefert, der tägliche Bedarf von rund 20Tonnen entspreche dabei rund einem Sattelzug pro Tag.

Eine solche Anlage erreiche einen hohen Wirkungsgrad von 90Prozent und sei in der Lage, Strom und Wärme zu Preisen unterhalb des ortsüblichen Marktpreises zu produzieren. Angestrebt würde eine Kooperation mit der WBM.

Das Heizkraftwerk würde neben dem Frischemarkt platziert, die belieferten Gebäude brauchten nur einen Wärmezähler und eine Wärmeübergabestation, und die im Sommer nicht benötigte Wärme könnte durch einen Wärmetauscher verwendet werden, um den Frischemarkt zu kühlen.

Koch erwägt, das Kraftwerk "als gläserne Fabrik" zu realisieren. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Gewinn einer Würstchenbude neben einem solchen Objekt den Ertrag der Anlage bei weitem übersteigt."

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