Im Sozialdezernat in Osterath hat das Stühlerücken begonnen.

Aus dem Fenster heraus gleiten die Aktenschränke in Richtung Umzugswagen. Alles läuft wie am Schnürchen.
Aus dem Fenster heraus gleiten die Aktenschränke in Richtung Umzugswagen. Alles läuft wie am Schnürchen.

Aus dem Fenster heraus gleiten die Aktenschränke in Richtung Umzugswagen. Alles läuft wie am Schnürchen.

Die Kakteen ziehen mit: Arge-Teamleiter Oliver Leelings vor seinem neuen Dienstsitz an der Hochstraße. Bis der neue Aufzug installiert ist, so Leelings, helfen er und die Kollegen Besuchern über die Hürden im Haus.

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Aus dem Fenster heraus gleiten die Aktenschränke in Richtung Umzugswagen. Alles läuft wie am Schnürchen.

Osterath. Um 6.30 Uhr übernahmen am Donnerstag die Umzugshelfer die Regie auf zwei Fluren im Sozialdezernat am Bommershöfer Weg, am Nachmittag räumen die bis zu diesem Zeitpunkt dort beheimateten Mitarbeiter der Arge schon die Akten aus den Umzugskartons in die Schränke in ihren neuen Büros an der Hochstraße.

"Gar nichts ist schief gegangen", sagt Arge-Teamleiter Oliver Leelings am Nachmittag zufrieden. Zwar sind Computer und Telefone noch nicht angeschlossen, doch Leelings ist optimistisch, dass auch das bis Montagmorgen, 8 Uhr, geschehen ist.

Ab diesem Zeitpunkt werden sich die 14 Arge-Mitarbeiter - drei von der Agentur für Arbeit, elf aus den Reihen der Stadtverwaltung - im ehemaligen Rathaus in den Büros auf der ersten und zweiten Etage um ihre Kunden kümmern. Im Erdgeschoss bleibt unverändert das Kundenzentrum der Wirtschaftsbetriebe Meerbusch (WBM).

Für die Sozialdezernentin Angelika Mielke-Westerlage ist das erst der erste von vielen Umzügen in ihrem Dezernatsbereich: Schuldnerberatung, Seniorenbeauftragter, Behindertenbeauftragter, Ehrenamtsforum und Schulpsychologischer Dienst ziehen ebenfalls vom Bommershöfer Weg ins WBM-Gebäude.

300 Quadratmeter, 15 Büros, hat die Stadt in dem Haus angemietet, dessen Ausstattungsstandard der ehemalige WBM-Geschäftsführer Weigand einmal als "zwischen Stadt und Deutscher Bank" bezeichnet haben soll. "Dass das alte Rathaus weiterhin öffentlich genutzt werden sollte, waren Stadt und WBM wichtig", sagt Mielke.

Sind die verlassenen Büros in ihrem Haus renoviert, werden Musikschul- und die Schulverwaltung einziehen. Das Ziel ist, Menschen räumlich zueinander zu bringen, deren Arbeitsfelder sich berühren. Positive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit sind ausdrücklich erwünscht. Schulverwaltung und Jugendhilfe arbeiteten im selben Bereich und könnten sich künftig besser austauschen, nennt Mielke ein Beispiel.

Zieht die Büchereiverwaltung im Sommer in die Mediothek, kann die Langst-Kierster Schule abgerissen und das Feuerwehrgerätehaus gebaut werden.

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