Stadtplanung: Flächentausch mit Strümper Busch ist abgesegnet. Gewerbe ersetzt Wohnungen.

Die Arbeit an den Plänen für das ehemalige Ostara-Gelände in Osterath wird nun intensiv fortgesetzt.
Die Arbeit an den Plänen für das ehemalige Ostara-Gelände in Osterath wird nun intensiv fortgesetzt.

Die Arbeit an den Plänen für das ehemalige Ostara-Gelände in Osterath wird nun intensiv fortgesetzt.

Die Arbeit an den Plänen für das ehemalige Ostara-Gelände in Osterath wird nun intensiv fortgesetzt.

Osterath/Strümp. Die Forderung der Bezirksregierung (BR) in Düsseldorf, vor einer Erschließung und Bebauung des ehemaligen Ostara-Geländes in Osterath Entwicklungsflächen an anderer Stelle im Stadtgebiet zu streichen, hatte die Planungsabteilung der Stadt Meerbusch zuletzt ins Straucheln gebracht. Laut des städtischen Fachbereichsleiters Ulrich Hüchtebrock sind diese Hürden jetzt jedoch genommen.

In einer erneuten intensiven Diskussion zwischen Stadtverwaltung und BR fand man einen Kompromiss: Gegen die Stimmen von SPD und FDP billigten die Planungspolitiker der CDU und der Grünen in der Sitzung am Dienstagabend eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans. Danach wird zur Kompensation für die Wohnbebauung auf dem Ostara-Gelände das geplante Wohngebiet im Strümper Busch entlang der Osterather Straße zum Buschend hin gestrichen. Die etwa 1,2 Hektar große Fläche in diesem Strümper Neubaugebiet soll jetzt als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Intensiv werde nun die Arbeit an den Plänen fortgesetzt. "Für das Projekt wird sich kein Verzug ergeben", meint Hüchtebrock.

Brache ist ein optimales Entwicklungsgebiet

Hintergrund der Kompensationsforderung ist die Maßgabe der Landespolitik, angesichts des demographischen Wandels nicht unnötig Fläche zu versiegeln. Der Bedarf sei nicht da. Wolle man die von allen Seiten als ideal betrachtete Brache zwischen Bundesbahn- und Rheinbahnschienen nahe des Ortszentrums entwickeln, müsse an anderer potentieller Baugrund gestrichen werden.

Werner Damblon (CDU) war froh über "die vernünftige Lösung, die nun gefunden wurde", während Hans-Werner Schoenauers SPD bei ihrem Nein blieb. Insofern unterstützte er auch nicht den Vertagungsantrag, den Gesine Wellhausen (FDP) für die Liberalen formuliert hatte. Schoenauer: "Ich kann nicht sehen, dass ich durch eine Vertagung zu einem positiven Ergebnis komme."

Auf 4,3 HektarWohnbaufläche sollen zwischen den Bahngleisen und Winklerweg, Meerbuscher und Strümper Straße in Osterath etwa 240 Wohneinheiten entstehen.

Pro Wohneinheit wird in etwa mit dem Faktor 3 kalkuliert, was bedeutet, dass am Ende rund 720 Menschen dort leben werden - im Geschosswohnungsbau und in Einfamilienhäusern, die als Einzel-, als Reihen- oder Doppelhaus gebaut werden.

Umstritten ist vor allem der geplante Frischemarkt. Auf dessen Rechnung gehen täglich 4000 Autofahrten; außerdem wird die Konkurrenz zu den bestehenden Geschäften von IHK und ansässigen Einzelhändlern kritisch gesehen.

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