Stadtbücherei bietet digitale Bücher, Filme und Hörspiele an.

Philipp Effertz, Hildegard Bodden-Omar, Heike Gennermann und Susanne Kesel (v.l.) nutzen ganz unterschiedliche Lesegeräte.
Philipp Effertz, Hildegard Bodden-Omar, Heike Gennermann und Susanne Kesel (v.l.) nutzen ganz unterschiedliche Lesegeräte.

Philipp Effertz, Hildegard Bodden-Omar, Heike Gennermann und Susanne Kesel (v.l.) nutzen ganz unterschiedliche Lesegeräte.

thomas glein

Philipp Effertz, Hildegard Bodden-Omar, Heike Gennermann und Susanne Kesel (v.l.) nutzen ganz unterschiedliche Lesegeräte.

Meerbusch. Mit einem neuen Angebot will die Meerbuscher Stadtbücherei neue Kunden gewinnen und vertrauten ein zusätzliches Angebot machen. Am Donnerstag startete offiziell die Onleihe. Registrierte Leser können ab sofort Bücher, Filme oder Hörbücher auf ihrem E-Book-Lesegerät, Tablet, Smartphone oder am Computer lesen, sehen und hören.

Seit die Meerbuscher Stadtbücherei 2010 die neuen Gebäude bezogen hat, schreibt sie „eine Erfolgsgeschichte“, sagt Kulturdezernentin Angelika Mielke-Westerlage. Um 75 Prozent seien Nutzerzahlen und Entleihungen seitdem gesteigert worden.

2500 Medien sind zurzeit verfügbar

Jetzt kommt also die Onleihe als neues Angebot. Nach anfänglicher Skepsis ist auch die Dezernentin ein Fan des digitalen Buchs geworden: Jederzeit könne man neuen Lesestoff besorgen, bequem auch im Dunkeln im Bett lesen, im Urlaub bei Bedarf einen Reiseführer herunterladen und nicht zuletzt die Schrift auf die Größe einstellen, die man benötigt. „Es ist sehr entspannend, wenn man nicht an Öffnungszeiten gebunden ist“, sagt Mielke-Westerlage.

2500 Medien sind zurzeit verfügbar. Um an sie heranzukommen, benötigt man lediglich Leserausweis, Internetzugang und Lesegerät. Auf der Startseite der städtischen Homepage steht der Link, der direkt zur Onleihe – diesem Kunstwort aus „online“ und „Ausleihe“– führt. „Es ist nicht furchtbar kompliziert“, sagt die Bibliotheksmitarbeiterin Heike Gennermann. Schritt für Schritt wird auf der Startseite erklärt, was man tun muss. Programme, die benötigt werden, sind direkt verknüpft.

Wie im gedruckten Bestand, sind auch die digitalen Bücher und Filme nicht unbegrenzt verfügbar. „In der Regel gibt es ein Exemplar“, sagt Hildegard Bodden-Omar. Für die Neuanschaffungen gelte: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. „Aber es gibt nicht jedes Buch als E-Book“, dämpft Bodden-Omar übergroße Hoffnungen. Ihr Ziel: Innerhalb der kommenden fünf Jahre würde sie den Bestand gerne auf 10 000 digitale Medien ausgebaut haben.

2500 Medien stehen zurzeit in der digitalen Ausleihe zur Verfügung: 40 Prozent Sachbücher (inklusive Schule und Lernen), 40 Prozent Belletristik, 20 Prozent Kinder und Jugend.

Jeder Nutzer benötigt einen Bibliotheksausweis, Jahresbeitrag 12,70 Euro, einen Internetzugang und ein Lesegerät (Computer, Tablet, Smartphone). Auf die ausgeliehenen Medien hat er mit seiner Kennung von allen Geräten Zugriff.

Jeder Nutzer kann derzeit bis zu fünf Ausleihen zeitgleich tätigen und drei Vormerkungen hinterlassen. Die Ausleihfrist variiert: 21 Tage für ein E-Book, 14 Tage für eine Audiodatei und sieben Tage für ein Video. E-Paper und Magazine werden zwischen einer und 24 Stunden zur Verfügung gestellt.

Für die Onleihe entstehen keine zusätzlichen Kosten. Sie ist im Jahresbeitrag von 12,70 Euro inbegriffen.

Das Projekt Onleihe wird gefördert. Von 30 000 Euro Kosten übernahm das Land 18 000 Euro. In diesem Jahr will Bibliotheksleiterin Hildegard Bodden-Omar 20 000 Euro in den Ankauf weiterer digitaler Medien investieren.

Über die Suchfunktion kann man nach Titel, Autor oder Themenkomplex suchen und schon im Vorfeld bestimmen, ob man ein Werk als E-Book oder Hörbuch leihen will.

Ein Beitrag zur Barrierefreiheit

Für Dezernentin Angelika Mielke-Westerlage und das Stadtbibliotheksteam ist die Onleihe ein Beitrag zur Barrierefreiheit. „Ein Kunde, der seit Jahren nicht mehr bei uns war, will jetzt wieder einsteigen“, erzählt Bibliotheksmitarbeiterin Susanne Kesel.

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