Schulpflegschaft Mauritiusschule kämpft für mehr Räume und Geld.

Ein geplanter Holzaufbau auf der Toilettenanlage schafft Platz für zwei Gruppenräume, in denen die Ogata-Kinder betreut werden können.
Ein geplanter Holzaufbau auf der Toilettenanlage schafft Platz für zwei Gruppenräume, in denen die Ogata-Kinder betreut werden können.

Ein geplanter Holzaufbau auf der Toilettenanlage schafft Platz für zwei Gruppenräume, in denen die Ogata-Kinder betreut werden können.

Ingel

Ein geplanter Holzaufbau auf der Toilettenanlage schafft Platz für zwei Gruppenräume, in denen die Ogata-Kinder betreut werden können.

Büderich. Nicht nur im Bereich der Kindertagesstätten fehlt Platz. Auch der Offene Ganztag platzt an manchen Grundschulen aus allen Nähten. 238 000 Euro sollen beispielsweise in diesem Jahr in die Erweiterung der Mauritiusschule in Büderich gesteckt werden. Die Stadt plant einen Holzanbau auf dem Dach der Toilettenanlage, in dem zwei Räume (je 39 Quadratmeter) Platz hätten.

Das reicht nicht, sagt die Schulpflegschaft. Sie schlägt stattdessen einen Erweiterungsbau mit drei Räumen à 50 Quadratmeter vor. Kosten: etwa 520 000 Euro, 282 000 Euro über dem aktuellen Haushaltsansatz.

Zwei Gruppen werden zurzeit in der Aula betreut

Zurzeit existieren vier Ogata-Gruppen in der Mauritiusschule, zu viel für den Raum, der zur Verfügung steht: ein Gruppenraum und ein kombinierter Speise-Gruppenraum. 50 Kinder werden in der Aula betreut. Die Erweiterung um zwei Räume greife zu kurz, sagt die Schulpflegschaft, zumal der Betreuungsbedarf in Zukunft noch steigen werde. Die Aula müsse außerdem dringend als Multifunktionsraum, als Bühne für Theater und Ausstellungen, zurückerobert werden.

Der Erweiterungsbau mit drei Räumen sei notwendig, die Mehrkosten seien möglicherweise durch Verzicht auf andere Investitionen oder Unterstützung von Spendern zu begrenzen. Als Variante bringt die Schulpflegschaft eine Verschiebung des Anbaus ins nächste Haushaltsjahr ins Gespräch. 2014 müssten dann die Mehrkosten (282 000 Euro) zusätzlich in den Haushalt eingestellt werden. „Wir sind eher bereit, für einen überschaubaren Zeitraum von zirka einem Jahr den unbefriedigenden Status quo zu akzeptieren, als dauerhaft mit einer in jeder Hinsicht und für alle Beteiligten schlechten Lösung vorlieb nehmen zu müssen“, heißt es in einer Stellungnahme der Schulpflegschaft.

Die Hälfte der Mauritiusschüler nutzt die Ogata

„Von rund 200 Kindern an der Mauritiusschule sind 140 in der Betreuung“, sagt Jürgen Eimer, Vorsitzender des Osterather Betreuungsvereins. Für August stünden schon zwölf Kinder auf der Warteliste. Auch er sieht eine Erweiterung um zwei kleinere Räume, wie sie zurzeit vorgesehen ist, kritisch. „Das ist bei weitem nicht ausreichend.“ Selbst mit drei Räumen à 50 Quadratmetern würde man den Status quo halten, steigenden Bedarf aber nicht decken können.

100 Schüler der Mauritiusschule an der Dorfstraße werden in vier Gruppen der Offenen Ganztagsschule (Ogata) im Schulgebäude betreut. 40 Mauritiusschüler, die im Rahmen der verlässlichen Grundschule über Mittag versorgt und beaufsichtigt werden, sind in Räumen des Jugendzentrums Oase an der Düsseldorfer Straße untergebracht. Zwölf Kinder stehen fürs neue Schuljahr 2013/14 schon jetzt auf der Ogata-Warteliste.

» Der Schulausschuss wird sich am Dienstag ab 17 Uhr im Gebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich mit dem Thema befassen.

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